Nautische Hydrographie
Damit wurden der bisherigen Auftragsre
daktion in Rostock nunmehr feste geographische
Gebiete zur Bearbeitung zugewiesen.
Zur Saison 1994 wurden für die Sportschiff
fahrt als Neuausgaben herausgegeben:
- Nordsee:
Sportbootkartenserien Nr. 3009, 3010, 3011,
3012, 3013, 3014 und 3015.
- Ostsee:
Sportbootkartenserien Nr. 3003, 3004, 3005,
3006 und 3007 sowie die Planungskarte 3002.
- die dritte Auflage des Hafenhandbuches
„Mecklenburg Vorpommern“ (gemeinsam mit
dem DSV-Verlag) mit 117 Hafenplänen, zu
dem jährlich ein Nachtrag erscheint.
Die im Aufträge der IHO vom BSH herge
stellten Faltblätter über amtliche Sportschiffahrts
karten in der Nord- und Ostsee wurden nach Ab
stimmung mit den hydrographischen Diensten
der Anrainerstaaten aktualisiert herausgegeben.
Für den Bereich der Nordsee, der Ostsee,
des Nordatlantiks und des Mittelmeers wurden
weitere INT-Karten übernommen oder für eine
Übernahme vorbereitet. Im Vorgriff auf die groß-
maßstäbige INT-Kartierung der Ostsee - die vom
BSH koordiniert wird - wurden die Karten 37 und
79 als „Neue Ausgaben“ herausgegeben.
Die im Frühjahr 1995 vorgesehene umfang
reiche Betonnungsänderung im Fahrwasser von
Barhöft bis Barth wurde bereits in die Seekarten
1622 und 1623 eingearbeitet. Außerdem wurde
die Bearbeitung der „Neuen Karten“ 1623 und
1624 der Boddengewässer von Barhöft bis Rib-
nitz-Damgarten begonnen.
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Ein Schwerpunkt ist die Auswertung einer
großen Anzahl neuer Seekarten von Rußland,
Estland und Lettland, die von diesen Staaten
nach Öffnung ihrer Küstengewässer für die inter
nationale See- und Sportschiffahrt herausgege
ben wurden, für die 18 deutschen Seekarten die
ser Gebiete.
Die vorbereitenden Arbeiten für die vorgese
hene INT-Kartierung mittlerer und großer Maß
stäbe außerhalb der europäischen Gewässer
wurden weiterhin vom BSH unterstützt.
Die beabsichtigte INT-Kartierung der Ant
arktis, an der sich das BSH als „producer“ mit
zwei herzustellenden Karten des Weddellmeeres
beteiligt, wurde durch die Ergebnisse des „2nd
Meeting of the IHO Permanent Working Group
on Cooperation in Antarctica (PWGCA), das im
Juli in Buenos Aires stattfand, konkretisiert. Ein
Grundkonzept für die Gestaltung der beiden Ant
arktis-Karten wurde im Dezember mit dem Insti
tut für Angewandte Geodäsie und dem Alfred-
Wegener-Institut erörtert, die an dem Projekt
durch Bereitstellung von Grundlagenmaterial mit-
wirken.
Für das militärgeographische Kartenwerk
wurden Aufträge der Bundesmarine in enger Zu
sammenarbeit mit dem zuständigen Marineun
terstützungskommando wahrgenommen; darü-
berhinaus fand ein ständiger fachlicher Aus
tausch statt.
Die Aufnahme von Angaben zu Bezugssy
stemen in Seekarten und/oder von Korrekturver
merken von diesen Bezugssystemen zu WGS 84
wurde, soweit dies möglich war, fortgesetzt.