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Full text: Jahresbericht 1994

Nautische Hydrographie 
III A und III B und erhielt eine neue Begrenzung, 
die die ab 1. Januar 1995 wirksame Reduzierung 
des vom BSH herausgegebenen Leuchtfeuerver 
zeichnisses auf die östliche Nordsee und die Ost 
see berücksichtigt. Bereits im Jahresbericht 1991 
(Seite 115) war in einer Abhandlung zum heuti 
gen Gebrauchswert des Leuchtfeuerverzeichnis 
ses vorgeschlagen worden, durch konsequente 
Umstellung der Seekarten auf den Standard der 
Internationalen Seekarte das Leuchtfeuerver 
zeichnis überflüssig zu machen. Die jetzt vorge 
nommene Begrenzung berücksichtigt folgende 
Faktoren: 
1 In der IHO ist ein Standard für das Leuchtfeu 
erverzeichnis erarbeitet worden; er entspricht 
in Form und Inhalt der britischen List of Lights. 
Die Weiterführung des Leuchtfeuerverzeich 
nisses im bisherigen Umfang, die einen er 
heblichen Umstellungsaufwand verursacht 
hätte, erübrigt sich daher. 
2 Der Bedarf an einem BSH-Leuchtfeuerver- 
zeichnis nimmt mit dem allmählichen 
Schrumpfen der deutschen Handelsflotte und 
dem wachsenden Einsatz ausländischer Nau 
tiker ab. Nur für die nationale Fahrt und die 
unmittelbar angrenzenden Gewässer werden 
durch die Sportschiffahrt akzeptable Ver 
kaufszahlen erzielt. 
3 Die Bedeutung des Leuchtfeuerverzeichnis 
ses ist für die praktische Navigation rückläu 
fig; es wird jedoch auch weiterhin aufgrund in 
ternationaler Vereinbarungen als „Pflicht 
ausrüstung“ für die Schiffahrt benötigt wer 
den. Für den Bereich, der innerhalb des nau 
90 
tischen BSH-Informationssystems über das 
vom BSH-Leuchtfeuerverzeichnis abgedeckte 
Gebiet hinausgeht, wird deshalb in den NfS 
Berichtigungsmaterial für die britische List of 
Lights veröffentlicht. 
Zum „Nautischen Funkdienst“ und zum 
„Sprechfunk für Küstenschiffahrt“ erschienen 
zwölf Nachträge mit Einzelberichtigungen, Anla 
gekarten und Austauschseiten. Zahlreiche Be 
richtigungen waren insbesondere in den Berei 
chen des Weltweiten Seenot- und Sicherheits 
funksystems (GMDSS) und des Satelliten-Navi- 
gationsverfahrens Global Positioning System 
(GPS) erforderlich. 
Die Publikationen für die Sportschiffahrt 
wurden aktualisiert. Das Verzeichnis „Entsor 
gungsmöglichkeiten für Öl, Schiffsmüll und 
Schiffsabwässer“, Ausgabe 1994, enthält jetzt 
189 Hafenplätze mit ihren Auffanganlagen 
gemäß MARPOL und Helsinki-Übereinkommen 
an der deutschen Küste. 
Die bisherige Veröffentlichung „Sicherheit in 
der Sportschiffahrt im See- und Küstenbereich“ 
wurde neu gegliedert, um aktuelle Beiträge er 
weitert und, wo vertretbar, gekürzt, um die hand 
liche Heftform beibehalten zu können. Die Veröf 
fentlichung erschien zum Jahreswechsel 1994/95 
unter dem Titel „Sicherheit im See- und Küsten 
bereich - Sorgfaltsregeln für Wassersportler“. Sie 
enthält neben den wichtigsten Verkehrsvorschrif- 
ten vor allem die darüber hinaus zu beachtenden 
seemännischen Sorgfaltspflichten und stellt so 
mit in erster Linie eine Hilfe zur Vermeidung von 
Unfällen dar. Sie soll die Sportschiffahrt sicherer
	        
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