Der kombinierte Trübungs- und Fluores
zenzsensor der Firma Dr. Haardt hat sich in meh
reren Einsätzen im Delphin bewährt. Um die
durch die Montage des Sensors geringfügig ver
schlechterten Fahreigenschaften des Delphin
wieder zu optimieren, wird eine strömungsgünsti
gere Gehäuseform angestrebt.
Querschnittsaufgaben
Wahrnehmung meereskundlicher Aufgaben
in der Ostsee
Das Institut für Ostseeforschung War
nemünde (IOW) führt im Auftrag des BSH mee-
reskundliche Aufgaben vor der Küste Mecklen
burg-Vorpommerns durch. Grundlage hierfür ist
eine Verwaltungsvereinbarung, in der die vom
BSH übertragenen Arbeiten festgelegt sind. Die
detaillierten Aufgaben wurden erneut in einem
Jahresarbeitsplan zwischen BSH und IOW ver
einbart. Das BSH stellte dem IOW rund 6 Mio. DM
zur Erfüllung der Aufgaben zur Verfügung.
Die Ergebnisse der meereskundlichen Un
tersuchungen wurden vom IOW in einem Tages
seminar im BSH präsentiert.
Wissenschaftliche Planung
Zusätzlich zu fachlichen Einzelaufgaben
verstärkt das BSH die übergreifende Planung
seiner Forschungs- und Entwicklungs-Tätigkei
ten. Zu diesem Zweck wurden die Forschungs
und Entwicklungsaktivitäten des BSH für das
Querschnittsaufgaben
Jahr 1995 wiederum in einem Programmbudget
zusammengestellt. Sie konzentrieren sich im
meereskundlichen Bereich auf die Weiterent
wicklung von Techniken und Methoden für die
dem BSH obliegenden Aufgaben oder die Ver
besserung der Kenntnisse über die Meere. Das
Programmbudget dient dem Nachweis der ent
sprechenden Tätigkeiten und ihres jeweiligen
Status sowie besonders der Planung der notwen
digen Ressourcen.
Die wissenschaftlichen Arbeiten des BSH
wurden mit denen anderer Institutionen wie z. B.
dem Institut für Ostseeforschung Warnemünde
und dem GKSS-Forschungszentrum Geesthacht
GmbH abgestimmt.
Im Rahmen der internationalen Zusammen
arbeit hat das BSH mehrere Gastwissenschaftler
betreut, die an meereskundlichen Aufgaben mit
gearbeitet haben. So hat eine russische Gastwis
senschaftlerin Wasser- und Sedimentproben aus
dem Bereich des gesunkenen atomgetriebenen
russischen Unterseebootes Komsomolets nach
Vorgaben des BSH analysiert. Diese Arbeiten
wurden zur besseren internationalen Vergleich
barkeit der Probenentnahme und Analyse von
radioaktiven Stoffen im Rahmen der Experten
gruppe zur Überwachung radioaktiver Substan
zen des Helsinki-Übereinkommens durchge
führt.
Eine Gastwissenschaftlerin aus der Repu
blik Georgien wurde drei Monate im Sachgebiet
„Spurenmetalle im Meer“ betreut, wo sie die Me
thoden zur Überwachung kennenlernte und ei
nen Plan für das zukünftige Monitoring Georgi
ens im Schwarzen Meer ausarbeitete.