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Full text: Jahresbericht 1994

wichtigsten Quellen für diese meereskundlichen 
Informationen bildeten: 
- das BSH-Meßnetz in Nord- und Ostsee 
- das „Ship of opportunity“-Programm des BSH 
- das Integrated Global Ocean Services System 
(IGOSS) 
- das „Voluntary Observing Ship”-Programm der 
WMO 
- radiologische Küstenstationen an Nord- und 
Ostsee 
- weltweite Klimabulletins (CLIMAT), monatliche 
Mittelwerte 
- Klartextinformationen von Dienststellen ande 
rer Nationen 
Eine sofortige offene Verbreitung der Da 
ten/Informationen über geeignete Kommunikati 
onswege, wie das Globale Telekommunikations 
netz (GTS) der Meteorologischen Weltorgani 
sation (WMO), unterstützt ozeanographische 
Dienste (z. B. Sturmflutwarndienst, Eisdienst, 
Herausgabe von Temperaturverteilungskarten) 
ebenso wie wissenschaftliche Programme (z.B. 
Klimaforschungsprojekte wie „Tropical Ocean 
and Global Atmosphere“ - TOGA oder „World 
Ocean Circulation Experiment“ - WOCE). 
Im Rahmen des Integrated Global Ocean 
Services System (IGOSS) wurden Temperatur- 
und Salzgehalts-Profildaten über das GTS inter 
national ausgetauscht. 
Der überwiegende Teil der in Echtzeit ge 
sammelten und verbreiteten Daten floß über eine 
Standleitung zwischen dem BSH und der Automa 
tischen Fernmelde-Speicher-Vermittlung (AFSV) 
des Deutschen Wetterdienstes. 
Dienste 
ln seinem „Ship of opportunity“-Programm 
hat das BSH mehrere Schiffe mit sog. Kontakt 
thermometern (Temperaturfühler an der Innen 
seite der Schiffsaußenhaut, der zum Laderaum/ 
Maschinenraum hin gut isoliert ist) ausgerüstet, 
die - überwiegend in der Nordsee und der Ost 
see - die oberflächennahe Temperatur maßen 
und an das BSH meldeten. Die Meßwerte flössen 
in die Herstellung der Oberflächentemperatur- 
Karte der Nordsee ein. Im Winter dienen diese 
Temperaturen auch der Vorhersage der Eisbil 
dung in der Ostsee. 
Zwei Schiffe waren für die Messung der 
Temperaturverhältnisse in den oberen 800 m des 
Atlantischen Ozeans mit XBT-Geräten und Satel 
litensendern ausgerüstet. Die Köln Express der 
Reederei Hapag-Lloyd machte XBT-Messungen 
zwischen dem Westausgang des Kanals und 
Neufundland und die Monte Rosa der Reederei 
Hamburg-Süd auf ihrer Route zwischen Portugal 
und Rio de Janeiro. Die auf diesen Handelsschif 
fen gewonnenen Temperaturmeßwerte dienten 
hauptsächlich den wissenschaftlichen Frage 
stellungen der Weltklima-Forschungsprogramme 
WOCE und TOGA. 
Die Gewinnung von Meßwerten durch 
„Ships of opportunity“ wird von erheblicher Be 
deutung für das geplante Global Ocean Obser 
ving System (GOOS) sein. Es ist wichtig, diese 
Messungen fortzuführen, um den Wärmehaus 
halt und den Wärmetransport im Atlantischen 
Ozean langfristig zu überwachen. 
Folgende Schiffe haben sich 1994 an dem 
deutschen „Ship of opportunity“-Programm beteiligt: 
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