Meereskunde
sehen Sektor der Nordsee im Vordergrund der
Arbeiten. Die 1993 begonnene Verlegung der
Leitung EUROPIPE I war abgeschlossen wor
den, daneben wurde mit einem Teilstück der EU
ROPIPE II begonnen.
Für das BMV wurde ein Gutachten über den
Meeresboden und den Untergrund im Bereich
des Wracks der Jan Heweliusz angefertigt.
Hierzu fanden zwei Fahrten mit dem VWS Atair
und dem VWS Deneb statt, bei denen Side-
Scan-Sonar und Sub-Bottom-Profiler eingesetzt
wurden. Für die Eichung der hydroakustischen
Messungen wurden Greiferproben und zwei Vi-
bro-Kerne von je 3 m Länge entnommen.
Für das Wasser- und Schiffahrtsamt Lübeck
wurden Side-Scan-Sonar-Messungen für die Um
weltverträglichkeitsuntersuchung für den Ausbau
der seewärtigen Zufahrt nach Wismar durchge
führt. Auf der Basis des im BSH vorliegenden
Datenmaterials wurden zahlreiche Auskünfte
und Informationen zu den Bodenverhältnissen in
Nord- und Ostsee an Behörden, Firmen und Pri
vatpersonen gegeben.
Die Arbeiten zur Kartierung des deutschen
Festlandsockels in der Nordsee wurden weiterge
führt. Mit den verfügbaren Sedimentechogram
men konnte für Teilbereiche eine Darstellung der
Tiefenlage der Basis der nordseezeitlichen Abla
gerungen erstellt werden. Einige der noch beste
henden Lücken konnten 1994 geschlossen wer
den
Die Arbeiten zur laufenden geologischen
Kartierung des Meeresbodens der Ostsee wur
den im Auftrag des BSH vom Institut für Ostsee
forschung Warnemünde durchgeführt. Schwer
punkt war das Seegebiet zwischen Rostock und
Hiddensee. Darüber hinaus wurde begonnen,
den Westrand des Arkonabeckens in die Kartie
rungsarbeiten einzubeziehen.
Auf mehreren Fahrten mit FS Alexander
von Humboldt und FS Prof. A. Penck wurden
49 Kerne gewonnen. In Zusammenarbeit mit
dem Dänischen Geologischen Dienst und dem
Geologischen Institut der Universität Stockholm
wurden zahlreiche seismoakustische Profile auf
genommen. Hierbei hat sich der dem IOW vom
BSH zur Verfügung gestellte Sedimentechograph
„Geo-Chirp” bewährt.
Für das Gebiet zwischen 12° E und 13° E
und 54° N und 54° 30’ N wurde eine Karte für
Sedimentverteilung der Meeresbodenoberfläche
und der Mächtigkeitsangaben der spät- bis post
glazialen Sedimente fertiggestellt und dem BSH
vorgelegt.
Die Erfassung der Altdaten wurde mit der
rechnergestützten Aufnahme weiterer Stations
daten und der granulometrischen Analysendaten
aus dem Seegebiet zwischen Oderbucht und
Schweden weitergeführt. Daneben wurden die
im IOW vorhandenen Datensätze zur geoche
mischen Zusammensetzung der obersten Sedi
mentschicht in einer Datenbank abgelegt.
Verarbeitung von Echtzeit-Daten
und Informationen
Für die Dienste des BSH notwendige aktu
elle ozeanographische Meßwerte und sonstige
Informationen wurden in Echtzeit gesammelt. Die