Programme für Gezeitenanalysen und -Vorausberechnungen
sind neu entwickelt worden. Die
Programmorganisation konnte dank der Datenbank
erheblich vereinfacht, die Rechenzeit wesentlich
verkürzt werden. Die EDV-Prozeduren
für Datenbank und Programme müssen ergänzt
werden. Nach den Beschlüssen auf dem 6. Treffen
derTidal Working Group der Nordsee-Hydrographen-Kommission
im September 1993 hat
das BSH die Bearbeitung und Herausgabe der
„Co-tidal and Co-range chart 5059“ übernommen.
Die Nordsee-Anrainerstaaten lieferten Gezeitendaten.
Enge Zusammenarbeit mit dem britischen
hydrographischen Dienst sichert die
Homogenität aller Gezeitenkarten der Nordsee.
Die Bearbeitung der Karte ist fast abgeschlossen.
Im Rahmen der Projektgruppe „Optimierung
der Beschickung“ des Kuratoriums für Forschung
im Küsteningenieurwesen (KFKI) ist das BSH an
der Erprobung eines Verfahrens in der Elbmündung
beteiligt.
Die Gezeitentafeln für das Jahr 1995, Band I:
Europäische Gewässer und letztmalig Band II:
Atlantischer und Indischer Ozean, Westküste
Südamerikas, erschienen im Oktober 1994 im
gleichen Umfang wie der vorige Jahrgang. Der
Kalender der „Hoch- und Niedrigwasserzeiten für
die Deutsche Bucht und deren Flußgebiete,
1995“ kam im Oktober heraus.
Für die Seevermessung wurden 7 Wasserstandserrechnungskarten
zum Beschicken der
Lotungen entworfen.
Zahlreiche Auskünfte über Gezeiten und
Wasserstände wurden an Schiffahrtskreise, Seeämter,
Gerichte und Privatpersonen erteilt.
Dienste
Wasserstandsvorhersage und Sturmflutwarndienst
Vorhersagen und Warnungen für die deutsche
Nordseeküste und die Ostseeküste wurden
vom BSH in Hamburg und Rostock ausgegeben.
Die Rundfunkanstalten im norddeutschen
Raum verbreiteten regelmäßig die Vorhersagen
der Hochwasser an der deutschen Nordseeküste
und den angrenzenden Revieren. Wasserstandsvorhersagen
für die Küste Mecklenburg-Vorpommerns
wurden routinemäßig zweimal täglich zu
festen Zeiten ausgestrahlt.
Die Revierzentralen der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung
im Nordseeküstenbereich erhielten
mindestens zweimal täglich Vorhersagen
für die Hoch- und Niedrigwasser in ihren Aufsichtsbereichen.
Darüber hinaus wurden Sonderberatungen
für die Revierfahrt tiefgehender Seeschiffe
durchgeführt.
Mit den Sturmflutwarndiensten Großbritanniens,
der Niederlande, Dänemarks und Polens
wurden Wasserstandsbeobachtungen und Warnungen
ausgetauscht. Das im deutsch-polnischen
Grenzvertrag verankerte, jährlich durchzuführende
Arbeitstreffen der Wasserstandsdienste
beider Länder fand 1994 in Gdynia statt. Es wurden
Erfahrungen ausgetauscht und der Arbeitsplan
für 1995 festgelegt.
Amtliche und private Stellen erhielten mündliche
und schriftliche Auskünfte. Meldungen die
Meeresverschmutzung betreffend wurden entgegengenommen,
weitergeleitet und bei Bedarf
erste Beratungen vorgenommen.
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