Zentrale Dienste
Tank- und Tankwaschwasser. In ZJLder gemelde
ten Fälle konnte der mutmaßliche Verursacher
festgestellt werden.
Eine Verschmutzung der Gewässer durch
Chemikalien und Müll wurde nur in wenigen Fäl
len festgestellt. 1994 wurden 4 (1993: 5; 1992:
16) Verschmutzungen durch Chemikalien und 4
(1993: 7; 1992: 7) Verschmutzungen durch Müll
verursacht.
1994 wurden von den zuständigen Staats-
anwaltschaften 2_QZj1993: 157; 1992: 216) Er
mittlungsverfahren wegen des Verdachts auf Ver
unreinigung eines Gewässers (§ 324 Strafge
setzbuch) einaeleitet. 161 Verfahren wurden we
gen Nichtermittlung des Täters oder aus Mangel
an Beweisen wieder eingestellt, davon 8 gegen
Auflagen. Vier Verfahren endeten mit einem
rechtskräftigen Strafbefehl. 46 Verfahren sind
noch nicht abgeschlossen.
Schiffahrtsförderung
Kernstück der finanziellen Förderungsmaß
nahmen des Bundes für die deutsche Seeschiff
fahrt, deren Durchführung dem BSFI obliegt, war
auch 1994 wieder die Gewährung von Finanz
beiträgen.
Das BSH hat 1994 im Rahmen dieses För
derprogramms an deutsche Reedereien für 504
(Vorjahr: 519) Schiffe, die im jeweiligen Bewilli
gungszeitraum ununterbrochen die deutsche
Flagge geführt haben, Finanzbeiträge in Höhe
von rd. DM 110 Mio. (1993: rd. DM 110 Mio.) aus
gezahlt. Insgesamt konnte damit 1994 eine Han
30
delsschiffstonnage unter deutscher Flagge mit
einer Gesamttragfähigkeit von rd. 6,2 Mio. (1993:
rd. 5,65 Mio.) tdw in die Förderung einbezogen
werden. Der größte Teil dieser grundsätzlich nicht
rückzahlbaren Zuwendungen war bereits im Jahr
vorher vom BSH zusammen mit den Finanz
beiträgen für 1993 bewilligt worden, um den Ree
dereien die Planungen für den Betrieb ihrer
Schiffe unter deutscher Flagge zu erleichtern.
Kostennachteile, die sich beim Schiffsbe
trieb unter deutscher Flagge gegenüber einem
Einsatz unter einer kostengünstigeren ausländi
schen Flagge ergeben und die die internationale
Wettbewerbsfähigkeit des Schiffes beeinträchti
gen, können durch die gewährten Finanzbeiträge
je nach Schiffsgröße, -typ, -alter etc. in unter
schiedlichem Umfang, in der Regel jedoch immer
nur zum Teil ausgeglichen werden. Das erklärt,
daß auch 1994 Finanzbeiträge zunehmend wie
der vor allem für jüngere, moderne und technisch
hochwertige Containerschiffstonnage in An
spruch genommen wurden und die deutsche
Handelsflotte gerade in diesem Sektor der See
schiffahrt international eine führende Position in
nehat.
Von den 1994 in die Förderung einbezoge
nen Handelsschiffen gehörten 181 (1993: 158),
d.h. rd. 36 v. H. (1993: rd. 30 v. H.), in diese
Schiffskategorie. Gemessen an der Tragfähigkeit
(tdw) lag deren Anteil 1994 sogar bei rd. 70 v. H.
(1993: rd. 65 v. H.) der geförderten Tonnage. Da
von waren wiederum 61 Schiffe - jedes dritte
also - erst 1993 oder 1994 in Fahrt gesetzt wor
den und somit jünger als 2 Jahre. Die durch
schnittliche Tragfähigkeit dieser 61 „Neubauten“