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Volltext : Jahresbericht 1994

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Versuche  zu  Aufstellungsbedingungen ­
  für  Schiffs-Radartransponder
Schiffs-Radartransponder  dienen  der  Kennzeichnung ­
  eines  in  Seenot  befindlichen  Schiffes
und  sind  gemäß  SOLAS  und  Schiffssicherheitsverordnung ­
  (SchSV)  ausrüstungspflichtig.  Ihre
Aufstellung  muß  vom  BSH  genehmigt  werden.
Im  November  1994  wurden  während  der
Forschungsreise  248  der  Gauß  Radartransponderversuche ­
  mit  Unterstützung  des  VWFS
Wega  zur  Erstellung  von  Aufstellungsbedingungen ­
  für  Schiffs-Radartransponder  an  Bord  von
Seeschiffen  durchgeführt.  Es  wurde  die  Radarauffaßbarkeit
  der  Radartransponder  (SART)  an
folgenden  Standorten  der  Wega  untersucht:
1.  Vorkante  Peildeck,  mittschiffs
2.  Brückennock  (Backbord-  und  Steuerbordseite), ­
  beide  Radartransponder  gleichzeitig ­
  aktiviert
3.  Brückennock  Backbordseite,  nur  ein  Radartransponder ­
  aktiviert
4.  ein  Radartransponder  auf  dem  Peildeck
(SART  A  Position  wie  1.)  bzw.  im  Mast
(SART  B)  zur  Ermittlung  der  maximalen
Reichweite.
Als  Ergebnis  dieser  Versuche  wurde
folgendes  festgestellt:
-  In  den  meisten  Fällen  kann  an  Bord  kein  Transponderstandort ­
  gefunden  werden,  von  dem
aus  die  erforderliche  Rundumsicht  mit  einem

Radartransponder

Transponder  allein  möglich  ist.  Es  werden  daher ­
  zwei  Standorte  erforderlich  sein,  von  denen
aus  die  Schiffs-Radartransponder  gleichzeitig
betrieben  werden.
-  Der  für  eine  maximale  Reichweite  günstigste
Aufstellungsort  befindet  sich  an  der  höchstmöglichen ­
  Stelle,  d.  h.  normalerweise  im  Mast.
Flierzu  wären  jedoch  spezielle,  dauerhaft  installierte ­
  Radartransponder  mit  Fernauslösung
zusätzlich  zu  den  vorgeschriebenen  erforderlich. ­
  Die  erzielbare  Reichweite  bei  einer  Aufstellungshöhe ­
  von  ca.  20  m  über  dem  Wasser
beträgt  in  etwa  30  sm.
-  Die  unter  praktischen  Gesichtspunkten  günstigsten ­
  Aufstellungsorte  für  den  zeitweiligen
Betrieb  der  SARTs  befinden  sich  auf  oder  an
den  seitlichen  Außenbegrenzungen  der  Brükkennocken.
  Die  SARTs  sind  leicht  zu  montieren ­
  und  zu  demontieren.  Durch  die  exponierte
Lage  ist  eine  gute  Rundumsicht  gewährleistet.
Die  erzielbare  Reichweite  bei  einer  Aufstellungshöhe ­
  von  ca.  9,5  m  über  dem  Wasser
liegt  bei  15-20  sm.
-  Eine  dritte  Möglichkeit  zur  Aufstellung  von
SARTs  bietet  das  Peildeck.  Durch  die  Aufstellungshöhe ­
  von  ca.  12m  über  Wasser  sind  die
erzielbaren  Reichweiten  vom  Peildeck  aus  etwas ­
  größer  (ca.  20-25  sm)  als  bei  Standorten
in  den  Nocken.  Als  Nachteil  könnten  sich  die
schlechtere  Rundumsicht  aufgrund  der  normalerweise ­
  geringeren  Entfernung  der  Standorte
von  der  Mittschiffslinie  und  die  ungünstigere
Erreichbarkeit  für  Montage  und  Demontage  unter ­
  extremen  Bedingungen  erweisen.
            
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