Schiffahrt
- Lichttechnische Kriterien für Suchscheinwerfer
Die gegenwärtig festgelegten und zum Teil un
bestimmten Parameter (z. B. hellfarbener Ge
genstand) für Suchscheinwerfer lassen eine
einheitliche Laborprüfung und Beurteilung
nicht zu. Daher wurde vorgeschlagen, die der
zeitigen Kriterien für Suchscheinwerfer zu prä
zisieren und zwar im Hinblick auf die Festle
gung der gemessenen Lichtstärke sowie des
horizontalen und vertikalen Ausstrahlungswin
kels.
- Festlegung der Signallichtfarbe Weiß für
elektrisch betriebene Leuchten
Die Farbe des Signallichts von elektrisch be
triebenen Leuchten für Rettungsmittel ist nicht
festgelegt. Unter den verschiedenen möglichen
Umfeldbedingungen, einschließlich Vollmond
licht, ist weißes Signallicht am besten zu erken
nen und mit dem geringsten Energieaufwand
zu erzeugen. Daher wurde vorgeschlagen, für
die vorgeschriebenen Signallichter ausschließ
lich die Farbe Weiß zu verwenden.
- Mindestlichtstärken elektrisch betriebener
Leuchten
Leuchten für Rettungsmittel strahlen ihr Licht
nicht gleichmäßig stark in alle Richtungen ab
mit der Folge, daß die Signallichter nicht aus al
len Richtungen gleich gut zu erkennen sind.
Deshalb wurde vorgeschlagen, die geforderten
Lichtstärken der elektrisch betriebenen Leuch
ten für Rettungsmittel so festzulegen, daß die
Mindestlichtstärke an keiner Stelle der Lichtab-
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Strahlung über dem oberen Halbraum während
der geforderten Betriebszeit unterschritten wer
den darf.
- Gefährdung von Schiffbrüchigen durch
Blitzentladungslichter
Blitzentladungslichter für Rettungsringe, Ret
tungswesten und Eintauchanzüge beeinträchti
gen in erheblichem Maße die Adaptationsvor
gänge des menschlichen Auges bei Dunkelheit
bzw. lassen eine ausreichende Dunkeladapta
tion nicht zu. Daraus resultiert eine direkte Ge
fährdung des Schiffbrüchigen, der sich u.U. in
der Dunkelheit nicht oder nur unzureichend ori
entieren und damit mögliche Rettungsmittel
oder in der Nähe befindliche andere Schiff
brüchige nicht auffinden kann. Darüber hinaus
besteht die Gefahr, daß Blitzentladungslichter
bei Menschen epileptische Anfälle auslösen
können. Die Bereitschaft zur Krampfauslösung
wird verstärkt durch eine mögliche Unterküh
lung und durch Streß. Aus diesen Gründen und
in Anbetracht der Tatsache, daß Festlichter
gegenüber Blitzlichtern mit vergleichbarer visu
ell wirksamer Lichtstärke auf See sicherer auf
zufinden sind, wurde vorgeschlagen, Blitz
lichter für persönliche Rettungsmittel künftig
nicht mehr zuzulassen und nur noch Leuch
ten mit ununterbrochenem Licht zu verwen
den.
Die vorstehenden Änderungsvorschläge zu
Kapitel III SOLAS wurden während der 25. Ta
gung des IMO-Unterausschusses „Rettungsmit
tel, Suche und Rettung“ eingehend beraten und
bis auf den letzten Vorschlag angenommen. Die