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Full text: Jahresbericht 1994

Schiffahrt 
- Lichttechnische Kriterien für Suchscheinwerfer 
Die gegenwärtig festgelegten und zum Teil un 
bestimmten Parameter (z. B. hellfarbener Ge 
genstand) für Suchscheinwerfer lassen eine 
einheitliche Laborprüfung und Beurteilung 
nicht zu. Daher wurde vorgeschlagen, die der 
zeitigen Kriterien für Suchscheinwerfer zu prä 
zisieren und zwar im Hinblick auf die Festle 
gung der gemessenen Lichtstärke sowie des 
horizontalen und vertikalen Ausstrahlungswin 
kels. 
- Festlegung der Signallichtfarbe Weiß für 
elektrisch betriebene Leuchten 
Die Farbe des Signallichts von elektrisch be 
triebenen Leuchten für Rettungsmittel ist nicht 
festgelegt. Unter den verschiedenen möglichen 
Umfeldbedingungen, einschließlich Vollmond 
licht, ist weißes Signallicht am besten zu erken 
nen und mit dem geringsten Energieaufwand 
zu erzeugen. Daher wurde vorgeschlagen, für 
die vorgeschriebenen Signallichter ausschließ 
lich die Farbe Weiß zu verwenden. 
- Mindestlichtstärken elektrisch betriebener 
Leuchten 
Leuchten für Rettungsmittel strahlen ihr Licht 
nicht gleichmäßig stark in alle Richtungen ab 
mit der Folge, daß die Signallichter nicht aus al 
len Richtungen gleich gut zu erkennen sind. 
Deshalb wurde vorgeschlagen, die geforderten 
Lichtstärken der elektrisch betriebenen Leuch 
ten für Rettungsmittel so festzulegen, daß die 
Mindestlichtstärke an keiner Stelle der Lichtab- 
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Strahlung über dem oberen Halbraum während 
der geforderten Betriebszeit unterschritten wer 
den darf. 
- Gefährdung von Schiffbrüchigen durch 
Blitzentladungslichter 
Blitzentladungslichter für Rettungsringe, Ret 
tungswesten und Eintauchanzüge beeinträchti 
gen in erheblichem Maße die Adaptationsvor 
gänge des menschlichen Auges bei Dunkelheit 
bzw. lassen eine ausreichende Dunkeladapta 
tion nicht zu. Daraus resultiert eine direkte Ge 
fährdung des Schiffbrüchigen, der sich u.U. in 
der Dunkelheit nicht oder nur unzureichend ori 
entieren und damit mögliche Rettungsmittel 
oder in der Nähe befindliche andere Schiff 
brüchige nicht auffinden kann. Darüber hinaus 
besteht die Gefahr, daß Blitzentladungslichter 
bei Menschen epileptische Anfälle auslösen 
können. Die Bereitschaft zur Krampfauslösung 
wird verstärkt durch eine mögliche Unterküh 
lung und durch Streß. Aus diesen Gründen und 
in Anbetracht der Tatsache, daß Festlichter 
gegenüber Blitzlichtern mit vergleichbarer visu 
ell wirksamer Lichtstärke auf See sicherer auf 
zufinden sind, wurde vorgeschlagen, Blitz 
lichter für persönliche Rettungsmittel künftig 
nicht mehr zuzulassen und nur noch Leuch 
ten mit ununterbrochenem Licht zu verwen 
den. 
Die vorstehenden Änderungsvorschläge zu 
Kapitel III SOLAS wurden während der 25. Ta 
gung des IMO-Unterausschusses „Rettungsmit 
tel, Suche und Rettung“ eingehend beraten und 
bis auf den letzten Vorschlag angenommen. Die
	        
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