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schiffen mehr gefunden hätten, gleich unter wel
cher Flagge; das gleiche gilt analog für die tech
nischen Schiffsoffiziere aufgrund der Erhöhung
der Schiffsantriebsleistungen.
Technische Schiffssicherheit
ln den Aufgabenbereich der technischen
Schiffssicherheit fallen
-die Prüfung, Zulassung und Überwachung
nautischer Systeme, Anlagen, Geräte und In
strumente (SAGI) der Schiffsausrüstung auf
Schiffen unter deutscher Flagge,
- die Prüfung und Zulassung von Signalleuchten
der Binnenschiffe,
- die Prüfung und Zulassung nautischer Anlagen
und Geräte für Binnenschiffe,
- der Einbau von Magnetkompassen an Bord
von Binnenschiffen und die Kompaßregulie
rung,
- die Prüfung nautischer Systeme, Anlagen,
Geräte und Instrumente der Bundeswehr und
- die magnetische und elektromagnetische Re
gulierung von Magnetkompassen und die Kom-
pensierung von Peilfunkanlagen auf Fahrzeu
gen der Bundeswehr.
Die Prüfung nautischer Systeme, Anlagen,
Geräte und Instrumente enthält die Baumuster
prüfung, die Prüfung vor Verwendung an Bord,
die Überwachung auf Wirksamkeit und Betriebs
sicherheit, die Einzelprüfung und die Überprü
fung nautischer SAGI.
Schiffssicherheit
Bei der Prüfung vor Verwendung an Bord
macht das BSH von der gesetzlichen Möglichkeit
Gebrauch, die Arbeit soweit wie möglich von Be
auftragten wahrnehmen zu lassen. Als Beauf
tragte des BSFI kommen sowohl natürliche als
auch juristische Personen in Frage. Das BSH hat
zur Zeit 22 natürliche Personen und 20 juristi
sche Personen mit 119 benannten Mitarbeitern
beauftragt. Die gesetzlich vorgeschriebenen
Wiederholungs-Überprüfungen nautischer SAGI
werden nicht mehr vom BSH, sondern vollständig
von anerkannten Betrieben durchgeführt. Zur
Zeit sind 76 Betriebe anerkannt.
Der größte Teil der Aufgaben des BSH an
Bord von Schiffen unter deutscher Flagge, In den
deutschen Häfen und bei sonstigen Prüfungs
und Überwachungsaufgaben vor Ort wird von
Außendienstmitarbeitern erledigt. Entlang der
deutschen Küste ist der Außendienst des BSH in
den 6 Aufsichtsbereichen Elbe, Ems/Jade, Ost-
see/Nordfrlesland, Weser, Rostock/Wismar und
Stralsund/Ueckermünde organisiert. Der Arbeits
umfang des Außendienstes hat durch Personal
kürzungen und durch die Zunahme von Neu
bautätigkeiten deutscher Reedereien Im Ausland
die Belastungsgrenze erreicht. Die zunehmende
Zahl von Auslandsneubauten führt zu einer er
heblichen zeitlichen Mehrbelastung im Zusam
menhang mit der Genehmigung der Aufstellung
von nautischen SAGI und der Anbringung von
Positionslaternen und Schallsignalanlagen sowie
der Einzelprüfung und der Prüfung vor Verwen
dung an Bord der nautischen Schiffsausrüstung.
1990 wurden 21 Schiffe für deutsche Rechnung