tigsten Dokumente abgeschlossen ist, wird über
die Inkraftsetzung des QM-Systems vom Präsi
denten unter Beteiligung der Personalvertretung
entschieden. Wenn es in Kraft gesetzt ist, werden
alle Mitarbeiter in Inhalt und Zweck der Doku
mente eingewiesen, damit nach den festgelegten
Regeln gearbeitet werden kann. Diese Ein
führungsphase ist für 1995 geplant.
Vorgesehen ist eine Einführungsunterstützung
für alle durch die Projektgruppe und die IABG.
Erst nach der Einführungsphase, in der auch ein
Probeaudit durchgeführt wird, kann das QM-Sy-
stem zur Zertifizierung einem akkreditierten Zer-
tifizierer (z. B. TÜV...) vorgelegt werden.
Das Baltic and North Sea ECDIS
Testbed (BANET)
Die Entwicklung der Elektronischen See
karte, genauer mit der international eingeführten
Bezeichnung „Electronic Chart Display and Infor
mation System“ (ECDIS) bezeichnet, wird von
der Bundesrepublik Deutschland seit langem ge
fördert. Den Anfang hierzu machte die Ausarbei
tung von „Benutzeranforderungen an die Elek
tronische Seekarte“ durch die Arbeitsgruppe
„Elektronische Seekarte“ der DGON im Jahre
1986. 1987, zur 34. Sitzung des IMO-Unteraus-
schusses „Safety of Navigation“, legte die Bun
desrepublik Deutschland dieses Papier als Dis
kussionsgrundlage vor und löste damit die
Einrichtung einer Arbeitsgruppe durch die IMO
ECDIS
aus, deren Aufgabe die Ausarbeitung von Min
destanforderungen für ECDIS, den sogenannten
„Performance Standards“ war. Diese Arbeits
gruppe - und das war ein Novum in der Ge
schichte der IMO - wurde als gemeinsame Ar
beitsgruppe mit der IHO eingerichtet und nahm
ihre Arbeit unter deutschem Vorsitz Ende 1987
auf.
Bereits 1986 war mit Fördermitteln des
BMFT die erste Phase eines Forschungsprojek
tes „Elektronische Seekarte“ angelaufen, das die
Entwicklung eines zulassungsfähigen Systems
zum Ziel hatte. Die Ergebnisse aus diesem Pro
jekt haben in vielfacher Weise die Standardisie
rung für ECDIS beeinflußt, zum Teil sogar die
Grundlagen hierfür gelegt. Vor allem der 1992
von der Internationalen Hydrographischen Konfe
renz verabschiedete „Transfer Standard for Digi
tal Hydrographie Data“ (nach der Publikation, in
der er veröffentlicht worden ist, auch kurz S-57
genannt) ist hier zu nennen; dieser Standard ba
siert auf dem im deutschen ECDIS-Projekt ent
wickelten Datenmodell und dem Objektartenka
talog für hydrographische Daten.
Zugleich jedoch wurde auch die Problema
tik der Standardisierung deutlich; so kam es zu
einer fortgesetzten Wechselwirkung zwischen
Standardisierungsarbeit einerseits und Imple
mentierung der Standards durch ECDIS-For-
schungsprojekte andererseits. Die Standardisie
rungsarbeit war auf die Erfahrungen aus der
praktischen Implementierung angewiesen, und
umgekehrt hinkte die Implementierung immer der
Standardisierungsarbeit hinterher. Da auf diese
Art und Weise Verzögerungen in der Umsetzung