TEXTE Environmental Impacts of Exhaust Gas Cleaning Systems for Reduction of SOx on Ships — Analysis of status quo
Report compiled within the framework of the project ImpEx
IMO-Ausschusses MEPC angenommen werden. Die "2020 EGCS-Richtlinien”" greifen einige der in
der aktuellen Version der EGCS-Richtlinien als ergänzungswürdig erarbeiteten Punkte auf, wie
z.B. die Notwendigkeit einer Definition des Phenanthren-Äquivalents für die Messung von PAKs
(PAKyne) und die mangelnde Klarheit für Einleitung von in Tanks gespeichertem EGCS-Abwasser.
Die in den Einleitkriterien festgelegten Grenzwerte bleiben jedoch unverändert. Im Rahmen
dieser Literaturrecherche konnte mangels entsprechender Dokumentation nicht nachvollzogen
werden, wie die Grenzwerte in den EGCS-Guidelines, insbesondere für Trübung und PAHpyne,
zustande gekommen sind. Es ist daher fraglich, ob diese Kriterien tatsächlich den Schutz der
Meeresumwelt gewährleistet. Die vorliegenden Einleitkriterien (für Trübung, PAKyne und
Nitrate) stellen keine praktische Einschränkung für herkömmliche OL-Systemen dar, mit
Ausnahme des pH-Wertes. Allerdings ist in diesem Fall eine Verdünnung zulässig, so dass
Auswirkungen auf die Ozeanversauerung nicht verhindert werden. Bei CL-Systemen hingegen
stellt der Trübungsgrenzwert eine Einschränkung dar, so dass eine Wasseraufbereitung vor der
Einleitung erforderlich ist.
Seit 2008 fordern die EGCS-Richtlinien unter Berücksichtigung der Empfehlungen von GESAMP
eine Überprüfung der Einleitkriterien, sobald mehr Daten über die Inhaltsstoffe des Abwassers
und deren Auswirkungen verfügbar sind. Im Rahmen dieser Überprüfung sollte die Verwendung
von PAK,ne als Ersatzparameter für den Ölgehalt geklärt und die Wirksamkeit des
Trübungskriteriums zur Verhinderung von Schwermetalleinleitungen untersucht werden.
Schließlich wurden frühere und aktuelle Forschungsarbeiten betrachtet und zusammengefasst.
Studien mit Probenahmekampagnen an Bord berichteten über logistische Herausforderungen
sowie über fehlende und ungeeignete Probenahmestellen. Die Ergebnisse chemischer Analysen
von Abwasser zeigten im Allgemeinen höhere Schadstoffkonzentrationen in CL-Systemen als in
OL-Systemen trotz der effizienteren Wasseraufbereitung. Vanadium und Nickel sind die Metalle
mit der höchsten Anreicherung im Abwasser.
Studien, die sich auf ökotoxikologische Analysen konzentrieren, wiesen darauf hin, dass CL-
Abwasser eine höhere Toxizität als OL-Abwasser aufweist; trotz der Wasserbehandlung vor der
Einleitung zeigte sich keine signifikante Reduzierung der Toxizitätseffekte in den CL-Systemen.
Betrachtet man die Durchflussmengen, so stellen OL-Abflüsse ein höheres Risiko für marine
Ökosysteme dar. Ergebnisse von Tests zur Gesamttoxizität des Abwassers (WET, Whole Effluent
Toxicity) ergaben artspezifische Reaktionen auf EGCS-Abwasser und zeigten, dass der Single-
Pollutant-Ansatz allein für die Umweltverträglichkeitsprüfung bezüglich EGCS-Abwasser nicht
geeignet ist. Kumulative oder sogar synergistische Toxizitätseffekte und nicht identifizierte
Schadstoffe im EGCS-Abwasser könnten die Ergebnisse erklären. Umweltrisikobewertungen, die
auf dem Verhältnis zwischen der vorausgesagten Konzentration des Stoffes, welche in der
Umwelt erwartet wird und der vorausgesagten Konzentration des Stoffes, bis zu der keine
(toxische) Auswirkungen auf die Umwelt auftreten, basieren (PEC/PNEC-Ansatz), führten zu
unterschiedlichen und gegensätzlichen Schlussfolgerungen. Der angewandte Ansatz und die
Methodik, Überlegungen zur Bestimmung der PEC-Werte und ausgewählte Sicherheitsfaktoren
zur Festlegung der PNEC-Werte sollten bei der Bewertung der Schlussfolgerungen
berücksichtigt werden.
Weitere nationale und internationale Forschungsprojekte, die parallel zum ImpEx-Projekt
durchgeführt werden und sich mit der Bewertung von EGCS-Abwasser befassen, wurden
identifiziert und allgemein beschrieben. Mögliche Synergien mit diesen Projekten werden
angestrebt.
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