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1 Einleitung
Dieser Datenband informiert über die Seegangsverhältnisse in der Deutschen Bucht im Jahr 1993 und
gibt zusammen mit den bereits erschienenen Jahresbänden einen Überblick über das Seegangsklima.
Über das Gebiet der Deutschen Bucht hinaus gelten die charakteristischen Seegangsverhältnisse auch
für Teile der südlichen Nordsee und die angrenzenden Küsten von Holland bis Dänemark, da in großen Bereichen
gleiche meteorologische Bedingungen herrschen und die Topographie der jeweiligen Gebiete einander
ähnlich ist. Dabei ist die Station an der „Nordseeboje NSB II“ als repräsentativ für den südlichen Bereich
der Nordsee anzusehen. Die anderen Stationen (HÖRNUM/SYLT. WESTERLAND. BORKUM. UFS
ELBE) sind für die Küstenbereiche, Helgolands Seegangsklima ist für den Übergangsbereich repräsentativ.
Die diesem Datenband vorliegenden Meßdaten dienen dem ständigen Vergleich mit den Ergebnissen
eines Seegangsvorhersagemodells. Dieses Modell ist Kern eines Seegangsvorhersagedienstes, der gemeinsam
vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach und dem BSH betrieben wird. Verbunden mit diesem
Dienst ist eine Routenberatung des Seewetteramtes Hamburg für die Seeschiffahrt.
Kapitel 3 greift dem Datenband für das Jahr 1993 etwas voraus und beschreibt eine außergewöhnliche
Sturmperiode im Januar/Februar 94.
Eine Übersicht über die Zeiträume, in denen die Meßsysteme (Boje - Empfangsstation) einwandfrei gearbeitet
haben, enthält Kapitel 6. Lücken sind zurückzuführen auf Wartung der Bojen. Gerätedefekte,
Funkübertragungsstörungen oder Bruch von Bojenverankerungen.
In den Abbildungen im Kapitel 7 werden die saisonalen Zeiträume nicht immer konsequent eingehalten.
da die manchmal lückenhaften Meßreihen sinnvollere Zeitabschnitte erfordern. So wird die Hörnumer
Meßreihe in eine Sommersaison und eine Herbst-Winter-Saison aufgeteilt.
Jahresstatistiken entfallen in diesem Datenband ganz, da die großen Lücken in den Meßreihen diese als
nicht gerechtfertigt erscheinen lassen.
2 Seegangsmeßstationen
Das vorliegende Heft enthält die im Jahr 1993 gemessenen Seegangsverhältnisse bei den automatisch
registrierenden Stationen vor Hörnum/Sylt und Westerland/Sylt, bei Helgoland, bei der ozeanographischen
Meßstation des BSH „Nordseeboje NSB 11” und beim Unbemannten Feuerschiff ELBE (UFS).
Die Station an der Forschungsplattform war von September 1981 bis Juni 1993 in Betrieb. Anschließend
wurde die Forschungsplattform außer Betrieb genommen und abgebaut. Als Ersatz für die Hochseestation
bei der Forschungsplattform Nordsee (FPN) wurde an der Nordseeboje NSB II eine Seegangsmeßstation
eingerichtet.
Die Meßboje der Station Hörnum liegt etwa 3 Seemeilen vor der Küste und ist seit März 1982 in Betrieb.
Sie ist vom Typ „WAVE-RIDER".
Im Januar 1989 sind die Stationen Westerland/Sylt mit einer WAVEC-Meßboje 27 km vor der Küste
und Helgoland mit einer WAVE-RIDER-Boje ca. 8 km nördlich der Hauptinsel hinzugekommen. Ende August
1990 wurde diese Station auf die Südseite der Insel verlegt und durch eine WAVEC-Boje ersetzt.
Für eine weitere Dauerstation wurde im Juni 1991 eine WAVE-RIDER-Boje am UFS ELBE verankert.
Die Daten der Meßstationen werden per Funk zur Landstation übertragen, spektral analysiert und gespeichert.
Die Boje bei der Station NSB II sendet ihre Daten über das Argos-Satellitensystem.
Station
Bojenposition Wassertiefe
UFS Elbe
Westerland / Sylt
NSB il
Hörnum / Sylt
Helgoland
54° 43'00” N 8° 12'00“ E 10 m
54° 09' 27" N 7° 53' 39" E 20 m
54° (X)' (X)" N 8° 06' 50" E 25 m
55° 00' 00" N 7° 54' 12" E 18 m
55° 00' (X)" N 6° 20' 00" E 42 in