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Full text: Das UN-Seerechtsübereinkommen tritt in Kraft (BSH-Berichte, Nr. 4)

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Ostseeüberwachung geschaffen werden ("rote" Telefone). Dies läge auch im 
Interesse des BSH, in dessen Auftrag das Institut für Ostseeforschung das 
Ostseemonitoring durchführt. 
In der Kooperation mit der Dritten Welt nutzten wir das Forschungsschiff "Victor 
Hensen" des AWI 1991/92 vor Brasilien und 1993/94 vor Costa Rica. 
Von deutscher Seite wurden fast alle Unkosten des Schiffes getragen, die 
Forschungsprojekte und damit die wissenschaftliche Belegung fußten aber auf 
einer gemeinsamen Planung durch verschiedene Institute des jeweiligen Gast 
landes und Deutschlands. Das Schiff fuhr unter deutscher Flagge und mußte 
daher um Forschungsgenehmigungen nachsuchen. Aufgrund des gemeinsamen 
Forschungsinteresses und sehr sorgfältiger vertrauen- und verständnisbildender 
Vorarbeiten wurden diese Genehmigungen relativ problemlos erteilt selbst durch . 
die sehr restriktiven brasilianischen Behörden. Die brasilianischen Institute und 
die Regierung waren besonders nach einem gemeinsamen Auswerte-Workshop 
so zufrieden mit dem Konzept und seinen Ergebnissen, daß sie für eine neue 
Expedition Anfang 1995 eine namhafte Kostenbeteiligung verbindlich in Aussicht 
gestellt haben. 
Federführend für die neuen Expeditionen der Victor Hensen ist das Zentrum für 
Marine Tropenökologie in Bremen, das 1992 gegründet wurde mit dem Auftrag, 
durch geeignete Lehrveranstaltungen und Forschungsprojekte das deutsche 
Potential für anspruchsvolle Tropenökologie - besonders im Hinblick auf Kü 
stenzonen verschiedener Erdteile zu stärken. Gleichzeitig wollen und müssen 
wir neue Formen partnerschaftlicher Kooperationen entwickeln und erproben. 
Deutsche und ausländische Diplomanden, Doktoranden und Jungwissenschaft 
ler arbeiten vor Ort und in Lehrveranstaltungen in Bremen zusammen. Wir 
wollen über die Naturwissenschaften hinaus auch die sozio-ökonomische 
Komponente des Integrated Coastal Zone Management wenigstens in beschei 
denem Maße mit einzubeziehen. 
Ich glaube, daß wir auf Dauer die Bedürfnisse einer weltoffenen deutschen 
Meeresforschung unter dem neuen Seerecht nur befriedigen können, wenn wir 
in Partnerschaft investieren, z.B. hier in der Ostsee und dort in Brasilien und 
Costa Rica.
	        
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