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Full text : Das UN-Seerechtsübereinkommen tritt in Kraft (BSH-Berichte, Nr. 4)

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es  aber  große  Hindernisse  durch  die  Trägheit  und  Komplexität  der  Bürokratie  in
den  meisten  Küstenstaaten;  durch  die  Tendenz  der  Beamten  im  Zweifelsfall
vorsichtshalber  lieber  "nein"  zu  sagen;  durch  die  Sorge  vor  fremdem  Wissenschaftsvorsprung ­
  und  daraus  entstehender  Ausbeutung  und  durch  die  nationalen ­
  Sicherheitsbedürfnisse.  Weiterhin  hat  sich  der  Brauch  eingebürgert,  Forschungsgenehmigungen ­
  an  Auflagen  im  Interesse  der  eigenen  Wissenschaft
und  Datensammlungen  zu  binden.

Die  Praxis  der  Forschungsanträge  war  in  den  vergangenen  12  Jahren  für  die
deutsche  Meeresforschung  nicht  ermutigend.  Es  gab
-  einige  Fälle  der  Ablehnung  -  z.B.  Indien,  Rußland.
-  viele  Fälle,  in  denen  die  Genehmigung  sehr  lange  auf  sich  warten  ließ  -
sowohl  in  Skandinavien  und  Polen  als  auch  in  der  Dritten  Welt.  Daraus  resultierte ­
  eine  große  Planungsunsicherheit.
-  einen  großen  administrativen  Aufwand  im  Rahmen  der  Genehmigungsverfahren. ­
  Für  größere  Expeditionen  in  der  3.  Welt  hat  es  sich  bewährt,  im  Vorfeld
der  Antragstellung  die  betreffenden  Länder  zu  bereisen,  das  Vorhaben  vorzustellen ­
  und  Kooperationsvereinbarungen  mit  einheimischen  Wissenschaftlern
und  Instituten  zu  treffen.

Die  Auflagen  hinsichtlich  der  Teilnahme  einheimischer  Wissenschaftler  und
Marineoffiziere  sowie  hinsichtlich  der  Ablieferung  von  Daten,  Proben  und  Berichten ­
  sind  für  uns  vielfach  lästig  und  kostspielig.  Sie  schränken  unsere  eigene
Forschungskapazität  ein,  indem  Arbeitsplätze  an  Bord  verloren  gehen  und
Arbeitskraft  unserer  Institute  für  die  Erfüllung  der  ausländischen  Wünsche
abgezogen  wird.  Der  äußere  Druck  mag  aber  auch  beschleunigend  auf  unsere
interne  Zeitplanung  für  die  Aufarbeitung  von  Expeditionsergebnissen  wirken,  das
ist  ebenso  positiv  wie  die  Mitarbeit  mancher  "einheimischer"  Wissenschaftler  bei
den  Unternehmen

Die  Befürworter  der  Forschungsklauseln  wiesen  beim  Abschluß  der  Verhandlungen ­
  1982  auf  mehrere  potentielle  Positiva  hin:
            
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