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Full text: Das UN-Seerechtsübereinkommen tritt in Kraft (BSH-Berichte, Nr. 4)

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Probleme soweit möglich und notwendig jetzt zu lösen und die Lösung der 
restlichen Probleme zu vertagen. Das ist angemessen, denn für die sogen. 
Interimsperiode, d. h. die Zeit zwischen dem Inkrafttreten des SRÜ und dem 
Eintritt der Wirtschaftlichkeit des Tiefseebergbaus, sind nur einige Probleme 
wichtig, während andere besser offen bleiben, bis die Umstände bekannt sind, 
unter denen Tiefseebergbau einmal stattfinden wird. 
4. Bei den weiteren Treffen im Juli, Oktober und Dezember 1991 hat ein erster 
Durchgang durch die 9 Problembereiche stattgefunden. Basis für die Diskussio 
nen waren Informationsnoten des VN-Seerechtsbüros. Sie enthielten eine kurze 
Problemdarstellung und Vorschläge für Lösungsmöglichkeiten. Diese waren 
sehr mutig und zwangen die Teilnehmer sich von den Positionen, die sie jahre 
lang vertreten hatten, zu lösen. Sie waren ein wesentliches Element für die 
bisher erreichten Fortschritte. 
Zum Abschluß wurden jeweils Leitlinien für Lösungsmöglichkeiten festgehalten, 
die die Basis für die weiteren Arbeiten bilden konnten. Mit dem Treffen im 
Dezember 1991 wurde die 1. Phase des Dialogs abgeschlossen. In seinen 
abschließenden Bemerkungen hat der VN-Generalsekretär Perez de Cuellar, 
der ja am 31. Dezember 1991 aus dem Amt geschieden ist, noch einmal auf 
seine Besorgnisse hinsichtlich des zukünftigen Schicksals des SRÜ hingewie 
sen. Es stelle in vieler Hinsicht ein delikates Gleichgewicht dar, das heute kaum 
mehr erreicht werden könne. Es sei deshalb notwendig, gemeinsame Anstren 
gungen zu machen, um das SRÜ zu konsolidieren und zu verhindern, daß wir 
zu einem Zustand der Unsicherheit zurückkehren, der zur Einberufung der 3. 
VN-Seerechtskonferenz geführt habe. Die Auflösung des SRÜ dürfe nicht 
zugelassen werden. Er habe den Eindruck, daß eine solide Grundlage für die 
Lösung der Probleme gelegt worden sei. Einige Probleme müßten jetzt im Detail 
behandelt werden. 
Bei anderen reiche es, sich auf grundlegende Prinzipien zu einigen, auf deren 
Basis konkrete Regelungen erarbeitet werden können, wenn Tiefseebergbau 
möglich wird. In.der nächsten Phase sei es notwendig, mehr ins Detail zu 
gehen. Schließlich sagte er, daß der Dialog in der nächsten Phase für alle 
interessierten VN-Mitglieder offen sein solle. 
5. Der Übergang in die 2. Phase des Dialogs wurde auch noch von anderen
	        
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