28
Mit der Annahme der vorläufigen Schlußberichte ist die Arbeit der VK nicht
abgeschlossen sondern nur unterbrochen.
Die VK hat laufende Aufgaben bei der Implementierung der Resolution II, insbe
sondere die Überwachung der Erfüllung der Aufgaben der Pionierinvestoren
wahrzunehmen und sie hat die organisatorischen Vorbereitungen für die Ar
beitsaufnahme der Internationalen Meeresbodenbehörde und des Internationa
len Seegerichtshofes zu treffen. Sie bleibt, wie vorgesehen, bis zum Abschluß
der 1. Tagung der Versammlung der Meeresbodenbehörde bestehen und wird
wegen des Inkrafttretens des SRÜ am 16. November d. J. Anfang August
wieder tagen.
II.
Die Erklärung des Sprechers der G 77 vom 1.9.89 hatte jedoch andere Konse
quenzen. Sie war die Basis für das VN-Seerechtsbüro, diskrete Sondierungen
über Möglichkeiten für Gespräche über die Kernprobleme des Tiefseebergbau
teils zu führen. Im Rahmen dieser Sondierungen hat der VN-Generalsekretär an
Bundeskanzler Kohl sowie den britischen und amerikanischen Außenminister
geschrieben. Die deutsche und die britische Antwort äußerten sich positiv zu
den Bemühungen des VN-Generalsekretärs. Die amerikanische Antwort zeigte
Skepsis hinsichtlich der Erfolgsaussichten eines Dialogs, lehnte ihn aber nicht
ab.
1. Anfang Juli 1990 hat der VN-Generalsekretär den entscheidenden Schritt
getan und 10 EL und 8 IL, darunter die USA, zu einem ersten informellen
Treffen im Rahmen der VN und nicht der VK am 19. Juli 1990 eingeladen, um
Möglichkeiten für die Lösung der Probleme des Tiefseebergbauteils zu erkun
den. Damit war der sogenannte Dialog eingerichtet.
In seiner einleitenden Erklärung wies der VN-Generalsekretär darauf hin, daß
die Zukunft des SRÜ nicht dem Zufall überlassen bleiben könne. Es sei Zeit, die
der allgemeinen Annehmbarkeit und dem Inkrafttreten des SRÜ entgegenste
henden Hindernisse zu beseitigen. Seit der Verabschiedung des SRÜ hätten
sich erhebliche Änderungen ergeben:
- Entgegen früheren Erwartungen werde Tiefseebergbau erst im nächsten