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Full text : Geologisch-geomorphologische Untersuchungen in der Westeuropäischen Tiefsee

bedeutend  zu  sein.  Ihr  Einfluß  ist  jedoch  regional  sehr  unterschiedlich. ­
  Nördlich  von  47°N  liegt  das  mittlere  Meeresbodenniveau ­
  der  Senken  bei  4500  m;  südlich  47°N  liegt  es  bei  4800  m.

Die  Differenz  von  30  0  m  scheint.
Turbiditzufuhr  begründet  zu  sein
geglichene  Relief  der  südlichen
hindeutet.

in  der  im  Süden  fehlenden
worauf  auch  das  sehr  unaus-W-E
  -  verlaufenden  Täler

8.3  Oberflächensedimente
8.3.1  Allgemeine  Einführung

Der  Wasserkörper  des  Nordost-Atlantik  wird  in  separate  Wassermassen ­
  gegliedert,  die  durch  Parameter  wie  z.E.  Salzgehalt,
Temperatur,  Strömungen,  Nährstoffgehalte,  Biocoenosen,  Schadstoffgehalte ­
  etc.  charakterisiert  sind.  Die  in  der  jeweiligen
Wassernoasse  vorkommenden  Sedimentpartikel  tragen  Informationen
über  die  Umweltbedingungen,  die  in  ihr  herrschen.  Bestimmte
hydrochemische  und  physikalische  Parameter  werden  z.B.  in  die
mineralischen  Skelette  mariner  Organismen  transponiert  (z.B.  die
Verhältnisse  der  stabilen  Sauerstoff  (6180)  und  Kohlenstoffisotope ­
  (öi 3 C);  Cadmiumgehalte}.  Physikalisch-chemische  Informationen ­
  über  den  Wasserkörper  liefern  die  Vergesellschaftungen
planktonischer  und  benthonischer  Organismen  (Temperatur,
Salzgehalt,  Sauerstoffgehalt,  Kalklösung  im  Tiefenwasser).
Strömungen  transportieren  Sedimentpartike1  (Sortierung  nach
Korngrößen,  Restsedimentbildung)  und  verursachen  somit  petrographische
  Differenzierungen.

8.3.2  Probennahme

Aussagen  über  die  Natur  der  Oberflöchensedimente  wurden  aus
Kastengreifer-  und  Lotproben  sowie  Unterwasser-Fotos  (angefertigt
im  BIOTRANS-Pro  jektes)  gewonnen.  Das  Material  stammt,  fast
ausschließlich  aus  dem  Bereich  des  Tiefsee-Berges  Großer
Dreizack.  Mit  Sicherheit  kann  diesem  Berg  eine  repräsentative
Bedeutung  für  die  bergige  Bandzone  des  Mittelatlantischen  Rückens
zuerkannt  werden.

8.3.3  Petrographie  (Zusammensetzung  der  Sedimente)

Visuell  charakterisiert  sich  das  Oberflächensediment  als  ein  sehr
steifer,  sandiger,  hellgelblichgrauer  Kalkschlamm.  In  den
Greiferproben  war  die  Oberfläche  häufig  mit  daumennagelgroßen
Basaltbröckchen  belegt.  In  einigen  Fällen  erreichten  diese
schwarzen  Gesteinsbruchstücke  Kopfgröße.  In  UW-Fotos  waren  sogar
mehrere  Dezimeter  große  Steine  zu  beobachten.  Lebensspuren
benthischer  Organismen  sind  in  großer  Anzahl  auf  den  Sedimentoberflächen ­
  aus  allen  Wassertiefen  zu  finden.  Die  UW-Fotos  zeigen
deutlich,  daß  der  Meeresboden  vollständig  von  Makrozoobenthos
            
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