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Volltext : Entwicklung einer Bestrahlungsapparatur zum photochemischen Aufschluß von Meerwasserproben zur Bestimmung von Schwermetallen (BSH-Berichte, Nr. 3)

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10.3  TRFA-Ergebnijse
10.3.1  Blindworte
Die  Blindwerte  der  Reagenzien  wurden  durch  1  Ofach-Messungen  bestimmt ­
  (Kap.  9.2.1).  Sie  wurden  bei  Einsatz  frischer  Chemikalien  überprüft
und  gegebenenfalls  aktualisiert.  Die  bei  dieser  Arbeit  verwendeten  Chemikalien ­
  wurden  kurz  zuvor  gemessen.  Der  verwendete  Datensatz  beinhaltet ­
  die  aktuellen  Ergebnisse.
10.3.2  GIPME-Meerwasserproben
Der  erhoffte  Anstieg  der  Konzentrationen  beim  Uran  und  Vanadium
blieb  bei  allen  Versuchen  aus.  Es  stellt  sich  die  Frage,  ob  die  Oxidationsstufen ­
  der  Elemente,  wie  angenommen,  während  der  Lagerzeit  reduziert
wurden  und  damit  zum  Abklingen  der  Konzentration  führten,  oder  ob
nicht  andere  Prozesse  für  das  Abklingen  verantwortlich  zu  machen  sind.
Durch  die  Bestrahlung  konnte  eine  Umkehrung  dieser  Vorgänge  nicht  erreicht ­
  werden.  Der  Einsatz  des  H 2 0 2  als  Oxidationsmittel  in  Kombination
mit  einer  Bestrahlung  blieb  hinsichtlich  der  Elemente  Uran  und  Vanadium
erfolglos.
Da  die  Chemie  des  Chroms  im  Meerwasser  weitgehend  unbekannt  ist,
wurde  in  der  Arbeitsgruppe  "Schwermetalle  im  Meerwasser"  des  BSH  die
Dissertation  "Wertigkeitsspezifische  Bestimmung  von  Chrom  im  Meerwasser ­
  mit  Hilfe  der  TRFA" 26  vergeben.  Im  Rahmen  dieser  Arbeit,  konnte
Cr 6 *  aus  nicht  angesäuerten  Proben  mit  der  TRFA  bestimmt  werden.
Für  die  Bestimmung  des  Gesamtchroms  (Cr 3 *  und  Cr 6 *)  wurden  300  ml
Meerwasserprobe  mit  250  pl  H 2 0 2  vesetzt  und  das  überschüssige  H 2 0 2
mit  einer  2  stündigen  UV-Bestrahlung  (bei  ca.  60°  C  Probentemperatur)
zerstört.  Hierbei  konnten  Wiederfindungsraten  von  90  %  des  vorher  dotierten ­
  Cr 3 *  erzielt  werden.  Durch  mehrstündiges  Kochen  konnte  bei
zuvor  durchgeführten  Untersuchungen  das  H 2 0 2  nicht  vollständig  eliminiert ­
  werden.
Die  Oxidation  des  Chroms  erfolgt  jedoch  nicht  durch  die  Bestrahlung  mit
UV-Licht,  sondern  wird  erst  durch  Zugabe  des  Oxidationsmittels  erreicht.
Bei  dieser  Arbeit  wurden  zur  vollständigen  Zerstörung  des  H 2 0 2  unter
Einhaltung  der  vorgegebenen  Probentemperatur  20  h  Bestrahlungszeit
benötigt.  Diese  Zeitspanne  erscheint  sehr  lang.  Die  5stündige  Bestrahlung
hingegen  war  bei  dem  eingesetzten  H 2 0 2 -Volumen-nicht  ausreichend.
Eine  Optimierung  der  Bestrahlungszeit,  nach  der  eine  vollständige  Elimi ­
            
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