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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 3 (1875)

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zum Vergleiche beider dienen, wobei die ersteren zum Unterschiede in fetten 
Zahlen gedruckt sind. _ ; ; 
. Das Fort von Zanzibar (No. 5 d. Cartons) liegt: 
Nach Germain (1867) in . . 6° 9‘ 44“ Süd-Br. und 39° 11‘ 44” Ost-Lg. 
; Fundamentalmeridian. . 
Nach Owen (1823) in ... . 6° 9‘ 36’ Süd-Br. und 39° 14‘ 32“ Ost-Lg. 
(cfr. Raper 1874). 
* Das jetzige englische Consulatsgebäude frühere englische Missionehaus (No. 1 
des Cartons) liegt: 
Nach Germain (1867) in . . 6° 9‘ 46“ Süd-Br. und 39° Il’ 36“ Ost-Lg. 
Nach br. Adın.-Kart. No. 665. 
(1875) in... 2... . 6° 943” $# „ 389° 14‘ 22” % 
Nach Owen’s obiger Bestim- ; 
mung des Forts in . . . 6° 934” m „ 39° 14‘ 24” 
Die Positionen einiger anderer auf dem Carton bezeichneten Punkte sind: 
No. 2 Amerikanisches Consulat 6° 9‘ 44“ Süd-Br.. und 39° 11‘ 38“ Ost-Lg. 
No. 7 Französisches Consulat . 6° 9 3” wm „ 39° 11‘ 54“ » 
Frühere Bestimmung von Lt. ; 
Kosmann der Franz. Marine 6° 8‘ 55“ » „ 39° 18‘ 26 
No. 8 Minaret dicht bei dem 
Observatorium von Germain 6° 929“ „ 89° 12‘ 4" ” 
Hinter den oben erwähnten grösseren und von aussen gesehen imposant 
erscheinenden Häusern liegen die niedrigeren, unansehnlichen Häuser und Hütten 
der eigentlichen Stadt. Südlich von Ras Shangani erblickt man nur schlechte 
und schmutzige Hütten und das Innere der Stadt ist ein Gewirr von engen, 
krummen und überaus schmutzigen Gassen, 
Im Süden und Osten von der Stadt ist eine Salzwasserlagune, welche bei 
Niedrigwasser trocken fällt, aber bei Hochwasser nahezu die ganze Stadt in 
eine Insel verwandelt und nach See zu nur durch eine niedrige Korallen- und 
Sandbank abgeschnitten ist, welche sich von der Shangani-Spitze aus nach Süden 
längs der Küste erstreckt. Eine steinerne Brücke führt über die Lagune und 
verbindet die Hauptstadt mit der östlichen Vorstadt, welche womöglich noch 
schmutziger und übelriechender ist, als jene, da hier der Fischmarkt sich be- 
findet. Der Eingang zu der Lagune ist 1 Seem. nordöstlich von der Shangani- 
Spitze. Bei dieser Einfahrt und in dem niedrigeren Theile der Lagune liegen 
die alten Fahrzeuge und solche, die längere Zeit sich dort aufhalten sollen. 
Für europäische Waaren sind einige portugiesische Läden vorhanden; der 
Haupttheil der Stadt ist aber in den Händen der Banyanen und Hindis (s. diese 
Annalen, pag. 255), welche ihre Läden in den Bazars der Eingeborenen haben, 
Zanzibar ist der Hauptsitz der englischen Central-Afrikanischen Mission, 
welche im Süden der Stadt Anstalten für junge Neger beiderlei Geschlechts 
hat (Kiungani des Cartons); im Jahre 1874 ist neben dem alten Sklavenmarkt eine 
Kirche gebaut. Eine Zweigniederlassung befindet sich auf dem ‚afrikanischen 
Festlande nördlich von Panganı. 
Eine katholische Mission, welche von französischen Priestern geleitet 
wird (s. No. 10 des Cartons), ist ebenfalls hier in Thätigkeit. Sie besitzt u. A. 
eine grosse Schmiede mit einigen Handmaschinen und führte vor der Ankunft 
I. B. M. S. „London“, des in diesem Hafen bleibend. stationirten Schiffes, die 
nöfhigen Schiffsreparaturen aus. Eine Zweigniederlassung dieser Mission: ist zu 
Bagamojo auf dem gegenüberliegenden Festlande, 
Das oben angeführte Schiff „London“ ist als Hospital, Gefängniss und 
Rettungsstation eingerichtet, hat einen Condensirungs - Apparat an Bord mit 
Wasserbehältern aller Art zur schnellen Versorgung der Kreuzer mit Wasser. 
Das Wasser aus der Stadt kann nicht benutzt werden, da die Quellen mit dem 
Abfluss aus den Häusern imprägnirt sind. Auch Kohlen und Schiffsprovisionen 
aller Art können die englischen Schiffe von der „London“ beziehen. 
Communication, Monatlich kommt und geht ein Postdampfer von und 
nach Aden; die Zeit der Ankunft und der Abgang desselbem richtet sich nach 
dem wehenden Monsun. _ . 
Nahrungsmittel, Frische Nahrungsmittel sind ziemlich reich zu er- 
halten, aber Geflügel und Eier sind von geringerer Qualität; Rindfleisch ist er- 
%
	        
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