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Metadata: 1, 1878

Schiffsvermessung 
Tonnagevermessung 
Die bisher vom Bundesamt für Schiffsver 
messung (BAS) wahrgenommenen Aufgaben 
werden seit dem 1.7.1990 im wesentlichen in der 
Abteilung S des BSH fortgeführt. Die Abteilung 
hat auch Mitarbeiter in den Außenstellen Bremen 
und - seit dem 3.10.1990 - Rostock. Die folgen 
den Angaben umfassen die Arbeiten des ganzen 
Jahres 1990, beziehen sich also, soweit sie im 
1. Halbjahr durchgeführt wurden, auf das BAS. 
Schiffsme ßbriefe 
Die Zahl der vermessenen Schiffe und damit 
die Zahl der ausgefertigten Meßbriefe ist von Jahr 
zu Jahr unterschiedlich. Nach dem starken Rück 
gang sowohl der Anzahl der Meßbriefe wie der 
Tonnage in den Jahren 1986 bis 1988 ist nun 
wieder ein Anstieg der Tonnagewerte bei etwa 
gleichbleibender Meßbriefanzahl zu verzeichnen 
als Folge einer Anzahl großer Neubauten für 
deutsche Reeder, aber auch als Folge der deut 
schen Einheit. 
Die Zahl der ausgefertigten Meßbriefe belief 
sich insgesamt auf 587 und die vermessene 
Tonnage (BRZ wie BRT) auf insgesamt 1,5 Mio 
(Abb. 30). 
Dazu gehört auch die Vermessung von 
Schiffen im Beitrittsgebiet, die bis zum 2.10.1990 
der Abteilung Schiffsvermessung des Seefahrt 
samtes (SfA) der DDR oblag. Die Mitarbeiter sind 
vom BSH übernommen, sie führen ihre Arbeit in 
der Außenstelle Rostock des BSH weiter. 
Aufgrund eines Vertrages mit dem Register 
der UdSSR in Leningrad wurden alle für sowje 
tische Rechnung in der DDR gebauten Schiffe 
durch das SfA vermessen. In Fortführung dieser 
Absprache wurden im 4. Quartal 1990 vom BSH 
8 Neubauten mit einer Tonnage (als BRZ) von 
56 300 und zusätzlichen Suez- und Pa- 
nama-Kanal-Vermessungen mit zusammen 
120 000 BRT abgerechnet. 
Wie bisher werden auch weiterhin alle grö 
ßeren Handelsschiffe zusätzlich nach den Vor 
schriften der Panama Canal Commission und der 
Suez-Kanal-Behörde vermessen; im Berichtsjahr 
wurden 74 Meßbriefe mit insgesamt 817 000 BRT 
ausgefertigt. Darüberhinaus werden fast alle klei 
neren Handelsschiffe und Fischereifahrzeuge 
zusätzlich nach den vor 1982 als internationale 
Vermessungsregeln gültigen Oslo-Regeln ver 
messen, weil dieses Vermessungsergebnis im 
mer noch für andere das jeweilige Schiff betref 
fende nationale und internationale Vorschriften 
angewendet werden kann, so z. B. für die Schiffs 
besetzungsverordnung und das SOLAS-Überein- 
kommen - insgesamt 57 Bescheinigungen mit 
119 000 BRT. 
Die Vermessung von Wassersportfahrzeu 
gen hatte in den vergangenen Jahren erhebliche 
Bedeutung, weil Yachten auch mit einem amtli 
chen Vermessungsergebnis in ein deutsches 
Seeschiffsregister eingetragen sein mußten. So 
wurden regelmäßig 450 Wassersportfahrzeuge 
im Jahr vermessen. Durch die Änderung der Ein 
tragungspflichtgrenze von 50 m 3 Bruttoraumge 
halt - das war die seit Bestehen der einheitlichen 
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