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Full text: 36, 1913

Job. Mielke: Die Temperaturschwanknngen 1870—1910, in ihrem Verhältnis zu der 11jährigen Sonnenfleckenperiode. 19 
raturkurven in allen Zonen während der Jahre 1870 — 1910, als auch speziell wohl daran, daß das Maximum 
1890 fast garnicht hervortrat, gestört durch die tiefe Kältewelle in jenen Jahren. 
Im einzelnen erhielt ich: 
Flecken 
Flecken 
Flecken 
Min. 
1 
2 
3 
4 
Max. 
1 
2 
3 
4 
5 
Min. 
Tropen 0.21 
0.12 
008 
0.01 
0.13 
0.19 
0.17 
003 
0.08 
001 
015 
0.21 
Ektropen 0.10 
005 
0.07 
0.09 
0.11 
0.24 
0.25 
0.11 
0.04 
0.07 
0.08 
0.10 
Subtropen 010 
0.07 
0.01 
0.02 
0.07 
0.14 
0.15 
0.07 
0.02 
000 
009 
0.10 
'Wärm. gern. Gurt. 0.09 
0.03 
0.09 
0.10 
0.12 
0.15 
0.13 
0.13 
0.02 
0.07 
012 
0.09 
Kälter.gem. Gürt. 0.13 
0.08 
0.05 
0.10 
0.05 
004 
000 
0.11 
0.02 
0.13 
0.03 
0.13 
Kalter Gürtel 0.24 
007 
0.06 
0.16 
0.21 
0.26 
0.28 
0.22 
0.09 
000 
012 
0.24 
4* — 
fette Ziffer, - 
- = 
magere Ziffer. 
Min.1 2 3 4Max.1 2 3 4 5Min. Min.1 
2 3 4Max.1 
2 3 4 5Min. 
Min.1 2 3 4Max,1 2 3 4 5Min. 
Min.1 : 
2 3 4Max,1 2 3 4 5Min. Min.1 
2 3 4Max.1 2 3 4 5Min. 
Min.1 2 3 4Max,1 2 3 4 5I 
S 
ubtropen 
:z: 
Y 
'alter Gürte 
i 
\ 
f 
V 
7 
\ 
v 
/ 
\ 
7 
N 
/ 
0.50 
0.40 
0.30 
0.20 
0.10 
0 
0.10 
0.20 
0.30 
0.40 
Fig. 1. Durchschnittlicher Temperaturverlauf. 
Stellt man sich diese Zahlen graphisch dar, (Fig. 1. Durchschnittlicher Temperaturverlauf) so erkennt man, 
daß die den durchschnittlichen Temperaturverlauf in den Tropen wiedergebende Kurve für die Jahre 1820 
bis 1855 sehr regelmäßig fortschreitet; ihr Maximum tritt etwa 0.9 Jahre vor dem Fleckenminimum ein, 
während sich das Minimum etwa 0.1 Jahr vor dem Maximum derselben zeigt. Die Kurve der ektropischen 
Zone hingegen verspätet sich in ihrem höchsten Stande um 1.7 Jahre und in ihrem tiefsten um 0.9 Jahre 
den betreffenden Wendepunkten der Fleckenperiode gegenüber. Als Amplituden der Schwankung stellte 
Koppen fest: Tropen 0.73° C., ektropische Zonen: 0.54°, Subtropen: 0.59°, warmer gemäßigter Gürtel: 0.63°, 
kalter gemäßigter: 0.63°, kalter Gürtel 0.57°. 
Vergleichen wir damit den durchschnittlichen Wärmeverlauf 1870—1910. Sowohl in den Tropen als 
auch den Ektropen findet das Wärmemaximum genau in den fleckenärmsten Jahren statt, ferner stimmt 
das Temperaturminimum der Tropen mit dem Fleckenmaximum überein, dasjenige der ektropischen Zonen 
erscheint dagegen ca. 0.9 Jahre später als dieses. Bei beiden Kurven fällt eine Senkung der Temperatur 
etwa 1.8 Jahre vor ihrem Maximum auf. Der Grund dieser Erscheinung mag darin zu suchen sein, daß 
für die Tropen einerseits das kalte Jahr 1898 ode 1899 sich störend bemerkbar machte und andererseits 
der tiefste Thermometerstand nicht ins Jahr 1870, sondern 1874 fiel; in den Ektropen wirkten hauptsäch 
lich die Unterdrückung des Maximums um 1890 und die Kälte 1875 anormal auf die Gestalt der betreffenden 
Kurve ein. Den regelmäßigsten Temperaturverlauf in den einzelnen außertropischen Gürteln kann der kalte 
aufweisen: Wärme-Minimum 0.9 Jahre nach dem höchsten, Wärmemaximum zusammenfallend mit dem tiefsten 
Fleckenstande. Am unruhigsten verhält sich die Kurve des kalten gemäßigten Gürtels; von seinen drei 
Maxima finden wir das eine während der wenigsten, das andere zur Zeit der meisten Sonnenflecken, das 
dritte scheint überhaupt in keinem Zusammenhang mit ihnen zu stehen. Vor allem tritt jedoch hervor, 
daß die Amplitude in diesem Zeitraum eine wesentlich kleinere war als 1820—1854, sie beläuft sich für 
die Tropen auf nur 0.40° C. und für die Ektropen auf 0.35° C., von denen wiederum die kleinste der kältere 
gemäßigte Gürtel hat: 0.24°, wärmerer gemäßigter: 0.24°, Subtropen: 0.25°, kalter Gürtel: 0.52°. Diese 
letzte Amplitude stimmt gut mit der Köppens für den Zeitraum 1820—1854 überein, desgleichen kann fest 
gestellt werden, daß die Schwankung des wärmeren gemäßigten Gürtels vor 1870 denselben Betrag er 
reichte, wie die des kälteren, und daß dies für die Zeit nach 1870 auch der Fall war, nur war die
	        
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