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Full text: Jahresbericht 1950

Meereskunde und Erdmagnetismus 
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Für die neu kerauszugebende Fisebereikarte D 112 F wurden zahlreiche 
Angaben über die Bodenbeschaffenheit bereitgestellt. 
Eine Sonderuntersuchung beschäftigt sich mit der Bodenbeschaffenheit 
im Unterlauf der Eider. Es wird angestrebt, die Herkunft des wandernden 
Bodenmaterials zu ermitteln. 
Während der Fahrten mit dem Vermessungs- und Forschungsschiff „Gauss“ 
wurde ein Lotgerät zur Entnahme von Grundproben während der Fahrt 
eingehend erprobt und Verbesserungen an dem Gerät angebracht. Das Gerät 
hat bei Fahrgeschwindigkeit bis zu 12 sm und bei entsprechender Verringe 
rung der Fahrgeschwindigkeit bis zu Tiefen von 200 m einwandfrei gearbeitet. 
Während der „Gaim“-Fahrt im August konnte ein Einblick in die Sediment 
verteilung in der nördlichen Nordsee gewonnen werden. Als vorläufiges 
Ergebnis zeigt sich, daß ab 100 m Wassertiefe die am Boden lebenden 
Foraminiferen ganz erheblich zunehmen und, da die kalkhaltigen Lebewesen 
überwiegen, nimmt auch der Kalkgehalt von wenigen Prozenten auf über 35% 
zu. Die Zunahme der Foraminiferen in den oben genannten Tiefen deutet 
bereits auf den Übergang zu den foraminiferenreichen Tiefseesedimenten. 
Die Lotfahrten des „ Gauss“ im Skagerrak zeigten, daß in der Norwegi 
schen Rinne eine verhältnismäßig schmale Rinne eingesenkt ist, die die größten 
Tiefen aufweist. Der Nord- und der Südabhang der Rinne unterscheiden 
sich in der Weise, daß im Norden lebhafte unruhige Formen, die zur Nor 
wegischen Rinne ansteigen, vorherrschen, wohingegen am Südhang die Ober 
fläche des Meeresbodens wesentlich ruhiger und ausgeglichener verläuft und 
verschiedene Stufen angedeutet sind. — Im Rahmen des Küstenausschusses 
Nord- und Ostsee wurde ein Programm zur Erfassung der Sandwanderungen 
in der Deutschen Bucht in Zusammenarbeit mit Abt. III und dem Referat 
Tiefenkarten (VIIB) aufgestellt; die Arbeiten mußten jedoch wegen der noch 
nicht endgültig behobenen Minengefahr in den vorgeschlagenen Gebieten bis 
auf weiteres zurückgestellt werden. 
8. Statistik 
Tabelle 4: Meereskundliche Beobachtungen auf deutschen Feuerschiffen 
Station 
Position 
Beobachtung 
ausgefallen 
Bemerkungen 
„S 2" 
54° 00,5' N, 3° 32,0' O 
— 
wöchentlich eine Serie 
„P 11" 
54° 16,0’N, 7° 11,5'O 
— 
— 
„P 15" 
54° 00,0' N, 7° 51,0' O 
— 
— 
„Elbe I" 
54° 00,0’ N, 8° 10,7' O 
— 
— 
„Weser" 
53° 55,7' N, 7° 56,4' O 
53° 51,6'N, 7° 53,1'O 
_ 
ab 1. 8. 1950 neue 
Position 
„Flensburg“ 
54° 30,3' N, 9° 53,8' O 
- 
— 
„Kiel" 
54° 29,9' N, 10° 18,0' O 
— 
- 
„Fehmarnbelt“ 
54° 36,0' N,11° 9,0'O 
— 
täglich eine Serie 
Tabelle 5: Statistische Angaben zur Entwicklung des Eisdienstes 
a) Anzahl der abgegebenen Funkeisberichte (nach baltischem Schlüs 
sel mit deutschem und englischem Klartext): 
Januar 11 Funk eisberichte 
Februar 19 
März 5 „ 
gesamt 35 Funkeisberichte
	        
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