Jahresbericht
Nr. 5/1950
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Lehrgängen und Schulen der Gewerkschaften wurden den organisierten Betriebsratsmitgliedern
Kenntnisse vermittelt, die für eine erfolgreiche Tätigkeit
im Betriebsrat von Nutzen sind. Auch bei der Ausarbeitung der Entwürfe
für die neuen Tarifverträge wurde der Betriebsrat von der Gewerkschaft
ÖTY (Öffentliche Dienste, Transport und Verkehr) beteiligt.
Über die von den Lohnempfängern auf Grund der ständig ansteigenden
Lebenshaltungskosten zum Ausdruck gebrachten Forderungen auf Erhöhung
der erheblich unter den Löhnen der Privatbetriebe liegenden Staatslöhne
wurden sowohl die Institutsleitung als auch die zuständigen Gewerkschaften
vom Betriebsrat laufend unterrichtet und um Abhilfe gebeten. Eine vom
Betriebsrat im Jahre 1949 angeregte Wiedereinführung der durch die Kapitulationswirren
verlorengegangenen „widerruflichen Lohnzuschläge“ für die
Facharbeiter im technischen Betrieb des Seekartenwerks wurde nach vielen
Verhandlungen mit der Institutsleitung, dem Bundesverkehrsministerium, der
Gewerkschaft ÖTV und dem Bundesfinanzministerium im Berichtsjahr
genehmigt. Ferner erreichte der Betriebrat, daß die in der Dienstordnung der
Wasserstraßenämter (D. O.W.) enthaltenen Lohnzuschläge vom Bundesverkehrsministerium
auch für die Lohnempfänger des D. H. I. für anwendbar
erklärt wurden. Wenn auch mit diesen Lohnzuschlägen die grundsätzliche
Forderung der Institutsarbeiter auf Erhöhung ihrer Löhne noch nicht erreicht
worden ist, so ist doch damit besonders für die qualifizierten Facharbeiter eine
nicht unerhebliche finanzielle Verbesserung eingetreten und die Gefahr der
Abwanderung dieser Kräfte in die Privatwirtschaft wesentlich verringert
worden.
Die Zusammenführung der voneinander getrennt lebenden Familien
hat im Berichtsjahr wesentliche Fortschritte gemacht. Die vom Bundesminister
für Verkehr dem Institut zugewiesenen 62 Wohnungen wurden unter
Mitwirkung des Betriebsrats unter Berücksichtigung privater und dienstlicher
Notwendigkeiten unter die Institutsangehörigen verteilt.
Die vom Betriebsrat verwaltete Gemeinschaftskasse zählte Ende
des Jahres 451 freiwillige Mitglieder. Das Vermögen der Kasse betrug am
31.12.1950 DM4.073,73. Die Ausgaben der Kasse für geldliche und sachliche
Zuwendungen an ihre Mitglieder bei besonderen Anlässen beliefen sich auf
DM 1.982,46. Außerdem wurden in 86 Fällen Darlehen von insgesamt
DM 7.054,65 an unverschuldet in Not geratene Kassenmitglieder gezahlt.