Wie viele Bilder sind gänzlich ohne Schiffe?
Tauchen unter bestimmten Voraussetzungen manche Schiffstypen öfter
oder seltener auf?
Welche Wetter-, Wasser-, und Lichtverhältnisse kommen wie häufig
vor?
Analog geht der Hersteller für alle weiteren verwendeten Datensätze der übrigen
KIl-Komponenten vor. Die Beschreibungen der Datensätze lässt er dem Prüfer im
Rahmen der prüfungsvorbereitenden Kommunikation zukommen.
D3 | Beschreibung des Modellverhaltens
Damit die Prüfstelle der Fragestellung nachgehen kann, ob das vorliegende Kl-System
ıach der Vorgabe des Herstellers (hinreichend) richtig funktioniert, muss der Hersteller
eine Beschreibung zum Modellverhalten der Kl-Komponenten bereitstellen. Die
Beschreibung des Modellverhaltens kann dem zuvor eingeführten EVA-Prinzip folgen
(s. Kapitel 6.1 Unterabschnitt V2).
Aus dieser Beschreibung soll hervorgehen, welche Eingabewerte zu welchen
Ausgabewerten führen sollen. Diese Beschreibung muss dahingehend hinreichend
genau sein, dass die Prüfstelle das beschriebene Modellverhalten in der
Anwendungsdomäne prüfen und die Richtigkeit entsprechend der definierten
Prüfmetriken komponentenweise messen und bewerten kann.
Der Hersteller beschreibt das Modellverhalten seiner Kl-Komponenten. Dabei
bedient er sich dem EVA-Prinzip und erklärt das Modellverhalten anhand der
erwarteten Ausgaben für verschiedene Eingaben.
im Falle der Schiffserkennungskomponente muss betrachtet werden, unter
welcher Eingabe die Schiffserkennung angestoßen wird und ein Schiff identifiziert
werden soll. Aus dem Produktdatenblatt (s. Kapitel 4.3) folgt z.B., dass deı
bildgestützte Peilungssensor und damit auch die Schiffserkennung nur bei klarer
Sicht unter Tageslicht funktioniert. Diese Umgebung beschreibt der Hersteller als
Grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche Funktion des Modells.
Unter der Voraussetzung der Erfüllung der Grundvoraussetzungen existieren zwei
Fälle, welche das Modellverhalten hinreichend beschreiben. Im ersten Fall der
Eingabe ist kein Schiff hinreichend groß auf einem Bild zu erkennen. Hier darf die
Schiffserkennung in der Ausgabe an keiner Stelle ein Schiff identifizieren. Im
zweiten Fall, sind ein oder mehrere hinreichend groß abgebildete Schiffe
erkennbar. Hier muss in der Ausgabe jedes einzelne Schiff angemerkt sein.
Aus dieser Beschreibung des Modellverhaltens der Schiffserkennungskomponente
ist für den Prüfer ersichtlich, welche Ausgabe bei welcher Eingabe zu erwarten ist.
Darauf aufbauend können die KIl-Komponenten auf Funktion geprüft werden.
Die Beschreibungen der Modellverhalten aller KI-Komponenten lässt der Hersteller
dem Prüfer im Rahmen der prüfungsvorbereitenden Kommunikation zukommen.
Fraunhofer Ch
\/erifAl
Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie