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Full text: VerifAI - Studie zur zielbasierten Standardisierung in der Prüfung und Zulassung intelligenter Entscheidungseinrichtungen von teilautonomen Überwasserfahrzeugen

einer Form entsprechen, die von der Komponente erwartet wird. Diese als 
Datenbeschreibung im Rahmen der Studie eingeführte Beschreibung der Daten dient 
als Mechanismus, den Austausch zwischen Hersteller und Prüfer zu formalisieren. 
Zielstellung ist es anschließend die Daten unabhängig zu beschaffen. Mögliche 
Methoden zur Erstellung einer Datenbeschreibung durch den Hersteller werden in 
<apitel 7.3 unter Unterabschnitt D2 aufgeführt. 
Bei Vorlage einer Datenbeschreibung durch den Hersteller ist zunächst eine Prüfung auf 
Vollständigkeit im Rahmen des Zulassungsprozesses zu prüfen. Im ersten Schritt muss 
der Prüfer sicherstellen, dass in der Datenbeschreibung und in der formalisierten 
Anwendungsdomäne die gleichen Größen verwendet werden. Dies stellt sicher, dass 
mit Referenz zur formalisierten Anwendungsdomäne festgelegt werden kann, in 
welchem Datenraum neue Daten beschafft werden müssen. Stellt der Prüfer zu diesem 
Zeitpunkt fest, dass die Datenbeschreibung unvollständig ist oder sich nicht mit den 
Srößen aus der Anwendungsdomäne deckt, muss der Prüfprozess unterbrochen 
werden und seitens des Herstellers eine erneute Formalisierung der Datenbeschreibung 
erfolgen. Für den Prozess der Datenbeschaffung wurden zwei mögliche Szenarien 
dentifiziert, die unterschiedlichen Handlungen auf Seite des Prüfers erfordern: 
Daten gemäß Datenbeschreibung existieren bereits: Das erste Szenario geht 
davon aus, dass Daten zur Prüfung bereits existieren und der 
Datenbeschreibung des Herstellers entsprechen. Dies ist insbesondere dann 
der Fall, wenn eine Komponente mit gleicher oder ähnlicher Funktionsweise 
bereits zugelassen wurde und entsprechende Daten durch den Prüfer 
beschafft wurden. Dies bedingt eine Datenbank mit möglichen 
Eingabedaten und entsprechenden Anwendungsdomänen. Es erleichtert die 
J/ergleichbarkeit von Komponenten mit gleicher Funktion aber 
unterschiedlicher Referenzimplementierung. Grundsätzlich wird geraten, 
dass Daten anwendungsspezifisch, z.B. unter Verwendung von Operational 
Envelope, gespeichert werden. Es wird von der Zziellosen und 
Jnstrukturierten Erzeugung sogenannter „Datenhalden“ abgeraten. 
Daten gemäß Datenbeschreibung existieren noch nicht: Dieses Szenario 
erfordert die Beschaffung von Daten durch Methoden der Datengeneration 
ader der Verwendung von öffentlich verfügbaren oder erwerbbaren Daten. 
Prozesse zur Beschaffung der Daten können durch den Prüfer intern 
durchgeführt oder an externe Dienstleister übertragen werden. Bei der 
Beschaffung der Daten muss sichergestellt werden, dass diese nicht durch 
den Hersteller bei der Entwicklung der Kl-Komponenten eingesetzt worden 
sind. 
Als vielversprechender Prozess zur Datenbeschaffung wird die Datengeneration 
eingestuft. Die Vorteile sind folgende: Erstens, werden hiermit Daten beschafft, die 
vom Hersteller in der Entwicklung nicht verwendet worden sind, zweitens, übersteigt 
die mögliche Menge und Varietät von theoretisch generierbaren Daten, die der 
anderweitig verfügbaren Daten und, drittens, können generierte Daten bereits mit 
Zielwerten hinterlegt werden (Nikolenko, 2021a). Bei der Datengenerierung sollte 
grundlegend zwischen zwei Paradigmen unterschieden werden: Datenaugmentation 
ınd Datensynthese. Bei der Datenaugmentation werden auf Grundlage von 
vorhandenen Daten neue Daten generiert (Nikolenko, 2021b). Das gelingt z.B. bei 
3ilddaten durch Transformationsprozesse (symmetrische Operationen wie Spiegelungen 
oder Drehungen) oder durch Bereicherungsprozesse (Ergänzungen von Objekten). Be‘ 
der Datensynthese werden hingegen vollständig neue, also künstliche, Daten generiert. 
Sowohl Datenaugmentation und Datensynthese finden bereits Anwendung. 
Datenaugmentation kommt z.B. bei Bilddaten zum Einsatz, welche durch künstliche 
Objekte ergänzt werden (Ekbatani et al., 2017; Frid-Adar et al., 2018). Bei der 
Datensynthese werden Bild- und Videodaten unter Verwendung von Spiele-Engines 
Fraunhofer SI 
‚/erifAl 
Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie
	        
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