accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: VerifAI - Studie zur zielbasierten Standardisierung in der Prüfung und Zulassung intelligenter Entscheidungseinrichtungen von teilautonomen Überwasserfahrzeugen

6.1. Vorprüfung 
Die Vorprüfung beinhaltet Prüfschritte zur Abschätzung der Notwendigkeit dieser 
spezifischen Prüfung von Kl-Systemen. Mithilfe einer expliziten Differenzierung sollen 
ıaur Systeme geprüft werden, die unter die Definition eines Kl-Systems fallen. 
Weiterführend wird im Rahmen der Vorprüfung die grundsätzliche Prüffähigkeit des 
<I-Systems festgestellt. Die Vorbereitung der Prüffähigkeit ist notwendig, damit der 
nodellagnostische Prüfprozess auf das Kl-System angewendet werden kann. 
V1 | Erfüllung der Definition einer KI 
Durch die Einführung des Prüfmoduls K (s. Abbildung 8) innerhalb des Prüf- und 
Zertifizierungswesens wurde die getrennte Prüfung der Kl-Anteile eines Kl-basierten 
Systems vorgeschlagen. Um bestehende Prozesse effektiv nutzen zu können, muss zu 
3eginn der Prüfung eines Kl-basierten Systems geprüft werden, ob das System der 
Definition eines Kl-Systems im Rahmen der Studie entspricht. Kapitel 2.1 gibt einen 
Jberblick in die Bandbreite dieser Technologien und entsprechender Definitionen. 
<I-Systeme, die Gebrauch von den eingeführten Technologien machen, erfüllen somit 
die Definition einer Kl und werden in nachfolgend eingeführten Prozessen betrachtet. 
Es sei zu beachten, dass sich die Definition eines Kl-Systems mit der Zeit aufgrund von 
fortschreitenden Entwicklungen verändern kann. 
Der Funktionsumfang im Anwendungsbeispiel bildgestützter Peilungssensor lässt 
auf Grundlage der beschriebenen Funktionalität auf ein System schließen, das im 
Sinne dieser Studie als Kl-System bezeichnet werden kann. In Anbetracht aktueller 
Entwicklungen ist anzunehmen, dass eine Erkennung auf Basis eines Cl-Ansatzes 
(s. Kapitel 2.1) erfolgt, um generisch Formen zu erkennen, die der eines Schiffes 
entsprechen. Vergleichbare Ansätze nutzen Modelle, welche durch eine große 
Anzahl von Schiffsbildern auf die Erkennung dieser trainiert wurden. Das Wissen 
des Systems besteht somit nicht in der symbolischen Beschreibung von Schiffen, 
sondern in mathematischen Bildauswertungen, um bekannte Muster zu erkennen 
und diese bekannten Klassen von Objekten zuordnen zu können. 
V2 | Modularisierung in KlI-basierte Systemkomponenten 
Bedingt durch die Vielfalt von Architekturen von KlI-Systemen und der möglichen 
Komplexität dieser Systeme ist eine ganzheitliche Prüfung nur in vereinzelten Fällen 
mnöglich. Ebenfalls ist es in der Praxis nicht umsetzbar Kl-System nach architektur- 
spezifischen Prozessen zu prüfen. Eine Modularisierung der Kl-Systeme in dedizierte 
<omponenten, welche spezifische Aufgaben lösen, kann die Prüfung überhaupt erst 
ermöglichen. Denn dadurch reduziert sich die Komplexität in dem Maße, dass die 
3eschreibungen der Funktionsweise und prüfungsrelevante Prozesse 
<omponentenweise durchgeführt werden kann. 
Ein System gilt im Rahmen der Studie als modularisiert, wenn jeder Menge an Eingaben 
die korrespondierende Menge an Ausgaben eindeutig zugeordnet werden kann. Die 
Zuordnung von Ein- und Ausgabewerten bildet die Grundlage für die evidenzbasierte 
Prüfung von Kl-Systemen. Abbildung 12 zeigt schematisch, wie mithilfe einer 
eindeutigen Zuordnung von Ein- und Ausgabedaten eine Modularisierung erfolgen 
<ann. Die Kürzel E1 bis E7 sowie A1 bis A7 stehen hierbei beispielhaft für Ein- bzw. 
Ausgabewerte und K1 bis K3 für die Systemkomponenten. Die Modularisierung erfolgt 
dabei in zwei Schritten. Im ersten Schritt werden korrespondierende Eingabe- und 
eraunhofer CI 
‚/erifAl 
Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.