accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: VerifAI - Studie zur zielbasierten Standardisierung in der Prüfung und Zulassung intelligenter Entscheidungseinrichtungen von teilautonomen Überwasserfahrzeugen

Regeln des jeweiligen Landes übereinstimmt (Bundesamt für Schifffahrt und 
Aydrographie, 2022) 
3.4. Unzulänglichkeit der ermittelten Normen und Richtlinien 
Jm KI-Systeme auf Schiffen mittels des EU-Konformitätsbewertungsverfahrens 
zertifizieren zu können, muss vorher sichergestellt werden, dass die verschiedenen 
Prüfelemente auf diese Systeme anwendbar sind. Um dies zu überprüfen, werden im 
-olgenden die aktuelle DVO und die Prüfverfahren auf ihre Konformität mit den 
Anforderungen an KlI-Systemen untersucht. 
Die 2021 verfasste, aktuelle Fassung der DVO (Europäische Kommission, 2022) enthält 
<eine Verfahren zur Testung von Kl-Systemen. Es gibt weder eine mögliche Kategorie 
zur Einordnung von solchen Systemen noch ein Verfahren, nach welchem Kl-Systeme 
eingegliedert werden können. Eine Eintragung in die DVO benötigt ausreichende 
\ormen und Spezifikationen, welches die nötigen Anforderungen an ein solches 
3ystem beschreibt. Im Allgemeinen können Prüfnormen für ein EU-Konformitäts- 
Jewertungsverfahren von unterschiedlichen Organisationen festgelegt werden 
(Europäisches Parlament und Rat der Europäischen Union, 2014). Hierin ist 
nsbesondere die IMO dafür zuständig, eine international einheitliche Regulierung von 
autonomen und teilautonomen Schiffen zu entwickeln (Danish Maritime Authority, 
2018). 
Um das Fundament zur Regulierung von Kl-Systemen zu legen, hat die IMO eine 
R0admap zur Entwicklung eines solchen festgelegt. Demnach soll eine international 
verpflichtende Regulierung von MASS im Jahr 2028 eingeführt werden (IMO, 2022). 
Auf nationaler Ebene ergibt eine erste Überprüfung der aktuell veröffentlichten 
DIN-Normen, dass es zwar vereinzelt Normen, Spezifikationen und Normen im Entwurf 
/DIN-SPEC) gibt, diese jedoch nicht die Anforderungen an ein Kl-System 
nodellagnostisch beschreiben. Nach Sichtung aller im Rahmen der Studie 
ausgewerteten Dokumente wurde festgestellt, dass existierende DIN-Normen spezielle 
Einzelfälle standardisieren und keine generalisierte Zertifizierung zum gegenwärtigen 
Zeitpunkt ermöglichen. 
Neben den Normen und Spezifikationen werden zur Zertifizierung geeignete 
Werkzeuge innerhalb eines Prüfverfahrens benötigt. Eine Untersuchung des 
zU-Konformitätsbewertungsverfahrens ergibt, dass die zuvor erläuterten Prüfmodule 
aicht für die Zertifizierung genutzt werden können, da sich die darin genutzten 
>Prüfmethoden und -werkzeuge als ungeeignet herausstellen. Weder in einer 
3aumusterprüfung (Modul B) noch innerhalb der Produktqualitäts- und 
Qualitätssicherungsverfahren (Module D, E, F) oder der aktuell definierten Methoden 
zur Einzelprüfung (Modul G) werden Kl-Systeme betrachtet (Europäisches Parlament 
nd Rat der Europäischen Union, 2014). Dies bezieht sich auf alle existierenden Module 
ınd entsprechenden Verordnungen. Somit sind auf CI-Modellen (s. Kapitel 2.1) 
vasierende Kl-Systeme mit bisherigen Prüfprozessen nicht abbildbar. 
Es ergibt sich also ein dringender Handlungsbedarf dedizierte Prozesse zu entwickeln, 
die das Verhalten von Kl-Systemen auf ihre korrekte Funktionsweise prüfen. Zur 
zingliederung neuer Prüfprozesse sollte das bestehende Konformitätsbewertungs- 
verfahren um ein zusätzliches, speziell für Kl-Systeme ausgelegtes Modul erweitert 
werden, um Kl-Systeme unter Nutzung bestehender und neuartiger Prozesse prüfen zu 
<Öönnen. Eine mögliche Erweiterung des MED-Konformitätsbewertungsverfahren ist in 
Abbildung 8 dargestellt. 
Fraunhofer Cl. 
/erifAl 
Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.