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Full text: Der Eiswinter 2012/13 an den deutschen Nord- und Ostseeküsten sowie eine kurze Beschreibung der Eisverhältnisse im gesamten Ostseebereich

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Bereichen sind durchaus lineare Zusammenhänge und verwertbare Ergebnisse vorhanden. Dabei steigt 
die Kurve zunächst steil an, die Steigung wird langsamer mit höherwerdenden Kältesummen. Die 
Streuung ist hier aufgrund sehr guter Messwerte und häufig auftretendem Eis nicht sehr groß. Die Werte 
der Kältesummen, die zur Eisbildung gebraucht werden, fallen hier sehr viel niedriger aus als bei den 
Seestationen. Allerdings kann es in Hafenstationen aufgrund des Schiffverkehrs dazu kommen, dass zur 
Eisbildung höhere Kältesummen notwendig sind als in schiffverkehrsfreien Gebieten. Außerdem kann 
festgestellt werden, dass der Anstieg des Graphen stärker ist, je später es zur Eisbildung kommt. Diese 
Tatsache ist vor allem bei Seestationen zu beobachten. Weiterhin sind die westlichen Gebiete länger 
eisfrei, was auf den Einfluss des wärmeren und salzreicheren Wassers der Nordsee zurückzuführen ist. 
Bei der Auswertung der verschiedenen Darstellungsmethoden fiel auf, dass bei ausreichenden 
Messwerten eine Abweichung zwischen ausschließlich gemessenen Werten und nachträglich 
hinzugefügten Werten kaum bzw. gar nicht festzustellen ist. Anders ist es bei Seestationen mit wenigen 
Messwerten. Hier gibt es Abweichungen zwischen gemessenen, gemittelten und manuell hinzugefügten 
Werten. Dabei ist die Abweichung zwischen den gemessenen Werten und den manuell nachgetragenen 
jedoch nicht ganz so groß wie zwischen gemessenen und gemittelten Werten. 
Tabelle 2. Koeffizienten der empirisch gefundenen Gleichung für die Bestimmung der Eisdicke (h) in 
Abhängigkeit von der Kältesumme (KS) 
h = a + b *yf(KS) 
Kam 
DänWiek 
Vierendehl 
PO bis FH 
Wis-Walfisch 
Lü-Trav 
Arkona 
Kiel-LT 
WMD 
a 
-5.2 
-7.4 
-11 
-19 
-14 
-20 
-21 
-24 
-24 
b 
2.3 
2.4 
2.5 
3.3 
2.8 
3.3 
3.3 
3.2 
3.1 
KorrKoeff 
0.92 
0.91 
0.84 
0.88 
0.82 
0.89 
0.75 
0.77 
0.62 
Abhängigkeit der Eisdickenabnahme von der Wärmesumme (WS) 
Die Abhängigkeit der Eisdicke von der Lufttemperatur in der Eisschmelzphase wurde für neun Bereiche 
der deutschen Ostseeküste analysiert. Die Bereiche umfassen sowohl innere, geschützt liegende 
Gewässer (Stettiner Haff, Dänische Wiek) als auch innere Fahrwasserabschnitte (Palmer Ort bis 
Freesendorfer Haken, Wismar bis Walfisch, Lübeck bis Travemünde) und offene Seebereiche bei 
Arkona, Kiel und Westermarkelsdorf. Die Datenreihen enthalten die gemessenen oder geschätzten 
Eisdicken aus dem Zeitraum 1981 - 2012 und Tagesmitteltemperaturen der Stationen Arkona, 
Greifswald, Warnemünde und Fehmarn im gleichen Zeitraum. 
Fehlerquellen 
1. Beschaffenheit der Daten: 
Die gemessenen Eisdicken liegen nur für innere, geschützte Gewässer (Stettiner Haff, Dänische Wiek) 
vor. In den anderen Bereichen wird die Eisdicke gemäß dem Ostsee-Eisschlüssel in Intervallen < 5 cm, 5 
- 10 cm, 10-15 cm, 15-30 cm, 30 - 50 cm geschätzt. 
Die Lufttemperaturen wurden nicht exakt an jeder betrachteten Eisbeobachtungsstation gemessen. Nur 
die Temperaturreihe von der Station Arkona wurde für die Anpassung der Eisdaten aus dem Seebereich 
vor Arkona verwendet. Die Temperaturreihe der Station Greifswald wurde für die Bereiche im Stettiner 
Haff und im Greifswalder Bodden, die Temperaturreihe der Station Rostock-Warnemünde für die 
Bereiche in der Wismarbucht und in der Lübecker Bucht, die Temperaturreihe der Station Fehmarn für 
die Bereiche Westermarkelsdorf und Kiel-Leuchtturm benutzt. 2 
2. Auswahl der Daten 
Entsprechend dem meteorologischen Charakter der Winter in unseren Breiten mit mehreren Kälte- und 
Tauwetterperioden kann ein Eiswinter aus mehreren Eisperioden bestehen, die durch eisfreie Zeiträume 
voneinander getrennt sein können. Die Daten der schwachen Eiswinter wurden nicht in die Analyse 
einbezogen, weil in diesen Eiswintern mehr Perioden ohne Eis als Eisdaten existieren. Für die inneren 
Gewässer wurden Daten der mäßigen und starken bis extrem starken Eiswinter analysiert. Dabei wurde 
nur die Abschmelzphase der längsten Eisperiode berücksichtigt. Im Seebereich bildet sich Eis nur in sehr 
starken und extrem starken Eiswintern. Das Eis ist ständig in Bewegung, es ist hauptsächlich von Wind, 
Strömungen und Wellenbewegungen abhängig. Diese Tatsache und die kleine Anzahl der Daten lassen 
die Abhängigkeit der Eisdicken von der Lufttemperatur für den Seebereich nur sehr grob einschätzen. 
Selten bleibt das Eis im Beobachtungsbereich bis zur völligen Schmelze durch Temperaturanstieg liegen, 
meistens verschwindet es durch Aufbruch und anschließendes Abtreiben aus dem Beobachtungsbereich 
oder der Tauprozess wird durch Regen, Wasserstandsschwankungen und stärkere Durchmischung derNo full text available for this image
	        
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