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Full text: Molekularbiologische Ansätze im traditionellen Monitoring - der behördliche Blick

ED Expertennetzwerk 
Wissen Können Handeln 
Wichtig wäre, für die Untersuchungsgebiete lokale Referenzbibliotheken zu 
erstellen, die zumindest die schon bekannten Neobiota-Arten beinhalten. Für 
die Makrofauna der Nordsee allgemein erstellt das Projekt GEANS 
(https://norinsearegion.eu/geans/) eine genetische Referenzbibliothek. Ein 
entsprechendes Projekt für die Ostsee gibt es noch nicht. 
Die Kombination beider Methoden ist sehr sinnvoll wenn aus Kosten- und 
Zeitgründen Proben für Morphologie und Genetik im Verhältnis von z.B. 1:3 
genommen werden würden. So wäre die Untersuchung mehrerer Replikate 
möglich und eine bessere Abdeckung und Charakterisierung des 
Untersuchungsgebietes könnte durchgeführt werden. 
Die genetische Methode könnte auch als Rapid Screening angewandt werden, 
also großflächig und nach Bedarf, sodass nur anhand der genetischen Daten 
gezielte morphologische Nachuntersuchungen durchgeführt werden könnten. 
Jede neue Neobiota-Art, die nur genetisch detektiert wird, muss auch 
morphologisch bestätigt werden. 
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