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Full text: Molekularbiologische Ansätze im traditionellen Monitoring - der behördliche Blick

ABM 
Expertennetzwerk 
Wissen Können Handeln 
5.5 Können genetische Methoden die traditionellen Methoden ersetzen 
oder sind diese als Ergänzung anzusehen? Welche Kombinationen beider 
Techniken bieten Vorteile in der Identifikation und in der Kosten-Nutzen- 
Abwägung? 
Die genetische Methode ist eine sehr sinnvolle Ergänzung zu den 
morphologischen Rapid-Assessment-Methoden. Wie unsere Studie zeigt, 
werden mit der genetischen Methode etwa doppelt so viele Arten detektiert und 
die Verschneidung zwischen den Methoden ist nur etwa ein Drittel. Da die 
Anzahl der Referenzsequenzen mariner Taxa in GenBank und BOLD noch 
ungenügend ist (nur 25% der Sequenzen konnte ein Artname zugeordnet 
werden), ist die Effizienz der genetischen Methode noch nicht ausreichend, um 
auf eine morphologische Überprüfung verzichten zu können. 
Neben der Probenanalyse durch Metabarcoding sollten also immer Proben für 
ein morphologisches „ground trouthing“ analysiert werden. Bei der Bearbeitung 
der genetischen Proben sollte man routinemäßig immer eine Unterprobe 
unbearbeitet lassen für eine eventuelle spätere Nachbestimmung. 
JA 
>23
	        
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