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5.3. Welche Artengruppen können mit welchen Methoden besser erfasst
werden?
Prinzipiell können alle Artengruppen, deren morphologische Bestimmung
zeitaufwändig ist, besser genetisch erfasst werden. Es handelt sich um Gruppen,
deren diskriminierende, taxonomische Merkmale klein oder kryptisch sind, sodass
zum Sezieren oder Präparieren von Anhängen, Borsten oder andere Körperteile ein
Mikroskop benötigt wird. Solche Gruppen sind z.B. Hydrozoen und andere
Cnidaria, Bryozoen, Polychaeten, kleine Krebse (Amphipoden, Isopoden,
Copepoden, etc), Tunicaten (Ascidien), Schwämme, kleine Gastropoden
Nacktschnecken, Nemertini, Plathyhelminthen.
In der Praxis ist aber der Vorteil der genetischen Methode noch zu relativieren. Die
Bestimmung erfolgt durch Abgleich der Sequenzen mit einer Referenzdatenbank.
Gerade für die oben erwähnten Tiergruppen, die schwer zu bestimmen sind und
eine hohe Anzahl von Arten besitzen, ist die Datenlage in GenBank und BOLD sehr
beschränkt, sodass eine korrekte taxonomische Zuordnung der Sequenzen oft
nicht möglich ist. Arten, die einfach oder eindeutig zu bestimmen sind, werden mit
Sicherheit schneller und einfacher durch trainierte Taxonomen rein visuell erfasst.
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