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Full text: 71, 1943

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Februar 1943, 
bei +14.5°, + 16.5°% +14.5°, +13.5°, +11.5° und +15.5°. Nach meinen peinlichen 
Untersuchungen muß man annehmen, daß wir es im Mai 1918 mit einem ziemlich 
guten atmosphärisch-optischen Reinheitsgrad zu tun hatten; es erscheint daher 
nach dem vorhin Erwähnten bemerkenswert, daß Verschiebungen der Maximum- 
lage bis zu 14.5°%, 15.5° und 16.5° vorkommen, Jedenfalls sind weitere ein- 
gehende Untersuchungen nötig, bevor man die Lage des sekundären Arago- 
Maximums als exaktes Kriterium des atmosphärischen Reinheitsgrades ansehen 
kann. Ich komme nun zur Erörterung der Bedeutung des gegenseitigen Abstandes 
der Arago- von der Babinet-Kurve, wobei in erster Linie die zwischen — 0.5° 
und .— 2,5° liegenden Sonnenhöhen ins Auge gefaßt werden sollen. Beifolgende 
Tabelle 12 zeigt die Differenzen 
für Hamburg und für Arnsberg 
in den Jahren 1909, 1910, 1911 und 
1915. Für diese Jahre dürften 
jedenfalls größere allgemeine Trü- 
bungen kaum in Frage kommen. 
Zunächst fällt auf, daß sämtliche 
Differenzen in Arnsberg diejenigen 
in Hamburg wesentlich übertreffen. 
Nach allem, was man weiß, geht 
man nicht fehl in der Ansicht, daß 
hierin der gegenüber Hamburg 
wesentlich höhere atmosphärische 
Reinheitsgrad zum Ausdruck kommt. 
Man sollte nun glauben, daß die 
nämliche Tendenz sich auch klar zeigen würde beim Vergleich der verschie- 
denen Jahre. Als bestes Kriterium des Reinheitsgrades auf dem Gebiet der 
atmosphärischen Polarisation habe ich, wie schon erwähnt, die Arago- Amplitude 
gefunden. In Übereinstimmung mit Dorno nehme ich an, daß der Reinheitsgrad 
der Jahre 1911 und 1915 allgemein den der Jahre 1909 und 1910 übertraf, 
Somit wäre vor allem auffällig, daß die Differenz für 1910 für beide Orte größer 
ist als für 1915. Die Sache soll hier nicht weiter erörtert werden; es liegt mir 
nur daran, gleich darauf hinzuweisen, daß man bei der Untersuchung der Diffe- 
renz A-Abstand-—Ba- Abstand zu verschiedenen merkwürdigen Unstimmigkeiten 
kommt, deren Ursache notwendig weiter nachgegangen werden muß. Einmal ist es 
auffällig, daß in normalen oder jedenfalls sehr nahe normalen Zeiten in größeren 
Höhen, wo doch schon von vornherein mit verhältnismäßig reiner Luft gerechnet 
werden darf, bei obengenannten Sonnenhöhen geringere Abstandsdifferenzen A—Ba 
gefunden worden sind als in Orten mit wesentlich geringerer Meereshöhe, So 
ergibt sich aus der Ilmenauer?!) Durschnittskurve für 1910 ein mittlerer Abstand 
von etwa 0,7° (Mittel aus 0.7°, 0.4° und 0.9°, Die für Oktober 1911 bis April 
1912. für Davos geltende Kurve?) läßt, wenn auch die Ba-Kurve nur bis zu 
—0,5° Sonnenhöhe angegeben ist, deutlich genug erkennen, daß auch bei den 
nächsten beiden Sonnenhöhen die A—Ba-Differenzen auffällig gering sind, Für 
-—0.,5° Sonnenhöhe beträgt der gegenseitige Abstand höchstens 0,4°. Diese Dis- 
krepanz zwischen Davos und Ilmenau einer- und zwischen Orten in geringerer 
Meereshöhe andererseits bildet ein Problem für sich. Zunächst müßte man natür- 
lich an eine Auswirkung der Höhenlage denken, Beim Versuch eines Vergleichs 
eines Ortes mit großer Höhenlage mit dem Ballon würde man wohl bedenken 
müssen, daß die geometrisch-optischen Verhältnisse in beiden Fällen verschieden 
sind (beim Ballon größere Luftmassen unterm Beobachter). Eine weitere Schwierig- 
keit liegt daran, daß nach den gründlichen Dornoschen Untersuchungen zu 
Zeiten erhöhter Sonnentätigkeit infolge der Anhäufung kleinster Fremdpartikel 
in größeren Höhen die Tendenz zur Vergrößerung des gegenseitigen A- und Ba- 
Abstandes besteht, wobei Dorno allerdings wesentlich an. die zwischen — 2,5° 
und — 4.5° liegenden Sonnenhöhen denkt®). Abbildung 6 zeigt die von Dorno 
1; S, Chr. Jensen, ], cit, 1932, 170. — % C. Dorno, . cit. 1919, Bd. 11, Tab, 47b und 
Tafel XXI — 35) CC. Dorno, 1. eit, 1919, 198—200.
	        
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