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Full text: Jahresbericht 2022 - Für Meer und Mensch, Schifffahrt und Umwelt

Die Hydrographie —- der Schlüssel zum Meer 29 
oberfläche und des Gewässerbodens 
durch Laserscanner im grünen und gege- 
vgenenfalls nah-infraroten Wellenlängenbe 
‘eich. Angesichts der limitierten Eindring- 
:jefe grünen Laserlichts in Wasser bietet 
sich die Laserbathymetrie vor allem für 
«üstennahe Flachwasserbereiche an, die 
n Folge von Gezeiten und Seegang fort- 
aufend in ihrer Gestalt verändert werden 
And In denen die konventionelle Auf- 
nahme mit Echolotverfahren aufgrund der 
sich durch die Öffnungswinkel solcher 
Systeme ergebenden geringen Schwad- 
greiten ineffizient sind. Einschränkungen 
ergeben sich primär durch die Gewässer- 
trübung sowie durch eine komplexe Cha- 
rakteristik der Wasseroberfläche. 
Im Rahmen des Forschungsvorhabens 
‚Laserbathymetrie in küstennahen Berei- 
zhen der Nordsee (ALB-Nordsee)“ entwi- 
skelt das BSH gemeinsam mit dem Institut 
für Photogrammetrie und Fernerkundung 
der TU Dresden Methoden und Verfahren, 
m das Einsatzpotential der Laserbathy- 
nNetrie sowie die dazu erforderliche Absi- 
zherung der Genauigkeit und Zuverlässig- 
seit von Laserbathymetriedaten zu 
verbessern. 
Bathymetrie aus multispektralen 
Satellitenbilddaten 
Nleben hydroakustischen Aufnahmeverfah- 
‚en und Laserscannertechniken können 
vathymetrische Informationen auch aus 
<amerabilddaten abgeleitet werden. Dabei 
wird ein Zusammenhang zwischen dem 
spektralen Bildinhalt und der Gewässertiefe 
1ergestellt. Die hierfür notwendigen Multi- 
spektralkameras sind beispielsweise auf 
den zwei Sentinel-2-Erdbeobachtungs- 
satelliten des europäischen Copernicus- 
Programms installiert. Die Satellitenpaare 
decken den deutschen Küstenbereich in 
ainer sonnensynchronen Umlaufbahn alle 
fünf Tage ab und ermöglichen eine konti- 
nulerliche Flachwasservermessung in sehr 
noher zeitlicher Auflösung. 
Die extrahierbaren Tiefenwerte sind im 
Vergleich zur Hydroakustik und Laser- 
bathymetrie Jedoch weniger genau und 
zuverlässig und somit nicht geeignet, 
diese direkt zu ersetzen. Sehr wohl aber 
können fernerkundgliche Informationen 
genutzt werden, um Änderungen des 
Seegrundes anzuzeigen und eine Ent- 
scheidungsgrundlage zur Neuvermes- 
Sung zu liefern. 
Im Rahmen des durch das BMDV geför- 
derten Forschungsvorhabens „Satelliten- 
gestützte operationelle Einsatzplanung ir 
der Seevermessung (S:-0-8S)“ entwickelt 
das BSH ein Verfahren zur Detektion von 
Änderungen der Struktur des Meeresbo- 
dens aus der spektralen Information von 
optischen Satellitenbilddaten und die 
darauf basierende prototypische Umset- 
zung eines operationellen Dienstes. Die- 
ser Dienst soll fortlaufend bereitgestellte 
nformationen über Meeresbodenvariatio- 
nen und weitere beeinflussende Faktorer 
analysieren, gebietsabhängige Kennzah- 
len beziehungsweise Entscheidungsgrö 
Ben ableiten, diese der Einsatzplanung 
des Seevermessungsdienstes über ein 
intuitives Ampelschema zur Verfügung 
stellen und Handlungsempfehlunger 
aussprechen 
Satellitenbildgestützte 
Vermessung und 
Überwachung von 
Flachwasserbereichen 
um Fehmarn 
Copyright Satelliten- 
bildszene: Planet 
Team (2022). Planet 
Application Program 
Interface: In Space for 
Life on Earth. San 
Francisco, CA
	        
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