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Full text: Jahresbericht 2022 - Für Meer und Mensch, Schifffahrt und Umwelt

2 Verkehrsbedingte Emissionen 
Galvanische Anoden 
werden in unter- 
schiedlichen Größen 
und Formen als 
Korrosionsschutz 
aingesetzt z.B. für 
Schiffe und Wasser- 
bauwerke 
‚Foto Nathalie Voigt 
4ZG) 
Opferanoden emittieren damit chemische 
Stoffe in die Meeresumwelt. Wissenschaft- 
‚iche Erkenntnisse über die freigesetzten 
Mengen sowie deren Verteilung in Was- 
sersäule, Sedimenten und gegebenenfalls 
auch in Lebewesen gab es bisher nicht. 
Diese Erkenntnisse sind aber Vorausset- 
zung für das Verständnis und die Bewer- 
(ungen der Auswirkungen auf die marine 
Jmwelt. 
Analyse von Bestandteilen von 
Offshore-Windenergieanlagen in der 
Meeresumwelt 
Das BSH konnte im Rahmen des For- 
schungsprojekts „Stoffliche Emissionen 
aus Offshore-Windanlagen“ (OffChEm) in 
Kooperation mit dem Helmholtz-Zentrum 
dereon erstmals Bestandteile aus Opfer- 
anoden im Wasser und im Sediment um 
Iffshore-Windparks in der Nordsee mes- 
sen. 
im Rahmen des seit 2016 laufenden Pro- 
jektes nahmen Wissenschaftlerinnen und 
Wissenschaftler unter anderem auch des 
3SH während Messkampagnen unter 
anderem mit dem BSH-Vermessungs-, 
Wracksuch- und Forschungsschiff ATAIR 
Proben in Offshore-Windparks sowie In 
deren näherer und weiterer Umgebung. 
Darüber hinaus wurden an 50 bis 90 
Stationen Wasser-, Schwebstoff- und 
Sedimentproben genommen. Den Planun- 
gen für die Probenahmen im Bereich der 
Offshore-Windparks lagen Simulationsmo- 
delle zum Einfluss der Windparks auf die 
Strömung zugrunde. 
Da die Metalle, die von den Opferanoder 
reigesetzt werden, im Meerwasser hoch- 
verdünnt sind und mit wenigen Nano- 
gramm pro Liter eine sehr geringe Kon- 
zentration aufweisen, müssen hoch 
empfindliche Nachweistechniken einge- 
setzt beziehungsweise entwickelt werden, 
mit denen diese Konzentrationen im Meer- 
wasser einerseits nachgewiesen, anderer- 
seits auch gemessen werden können. 
ım Labor analysierten Wissenschaftlerin- 
nen und Wissenschaftler die Bestandteile 
der verschiedenen Opferanoden. Sie 
identifizierten für die weiteren Untersu- 
chungen Aluminium, Zink, Indium, Gal- 
lium, Blei und Cadmium. Da Indium ung 
Gallium natürlicherweise kaum im Meer 
vorkommen und außer Opferanoden keine 
anderen Quellen auf See bekannt sind, 
werden sie als Spurenstoff, sogenannten 
Tracer, verwendet.
	        
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