Verkehrsbedingte Emissionen 21
INFOGRAFIK
Funktionsweise von Opferanoden
Eine Opferanode (galvanische Anode) ist ein Stück Metall, das die
hochwertigeren Bauteile unter Wasser vor Korrosion schützt, indem
3s sich selbst auflöst ("opfert"). Dies führt allerdings dazu, dass
Bestandteile der Opferanode in die Meeresumwelt gelangen.
Je nach Gründungsstruktur und deren Beschichtung sowie den
Umweltbedingungen werden unterschiedliche Mengen freigesetzt.
Windenergieanlage
er Jol
Freisetzung umweltrelevanter
Stoffe aus Korrosionsschutzan-
wendungen
Der Ausbau der Offshore-Windenergie in
\lordsee und Ostsee ist ein wichtiger
3Zestandteil der Energiewende. Bereits
nehr als 1500 Windenergieanlagen und
30 Umspann- und Konverterplattformen
sind vorhanden. Die aktuellen Ziele der
3Zundesregierung verdeutlichen einen
arheblichen weiteren Ausbaubedarf,
insbesondere in der ausschließlicher
Wirtschaftszone (AWZ) der Nordsee.
Jede Nutzung der Meere, auch der
3etrieb von Offshore-Windenergieanla-
gen, ist in der Regel mit chemisch-stoff-
lichen Emissionen verbunden.
An den Fundamenten unter Wasser wer-
den - wie zum Beispiel auch bei Schiffen
und Hafenanlagen - „Opferanoden“ als
Korrosionsschutz eingesetzt.
Sie sind eine Legierung zum Beispiel aus
Zink, Magnesium und Aluminium. Als eine
Oxdationsreaktion gehen die Opferanoder
in Lösung. Das Gewicht der Opferanoden
allein für eine Windenergieanlage beträgt
‚e£ nach Fundamenttyp 10 Tonnen und
mehr. Bei zum Beispiel Konverterplatt-
‘ormen sind es teilweise mehrere 100 Ton-
nen. Das gewährleistet einen Schutz vor
Bauwerken —- und damit auch von deren
Standsicherheit - für mindestens 25 Jahre.
An dem Fundament eines Monopiles
werden jährlich über 80 kg anorganisches
Material freigesetzt.
Opferanoden, die zum Korrosionsschutz eingesetzt werden
bestehen aus Legierungen auf der Basis von Aluminium oder
Zink. Die Zusammensetzung unterliegt zum Teil gesetzlichen
Regelungen. Für Aluminium-basierte Opferanoden sind Alumi-
nium, Silizium, Titan, Mangan, Eisen, Kupfer, Zink und Indium
requliert. Für Zink-basierte Opferanoden sind Aluminium, Sili-
zium, Eisen, Kupfer, Zink, Cadmium und Indium reguliert. Alle
anderen Bestandteile, die In den Anoden enthalten sind, unter-
liegen aktuell keiner weiteren Regulierung.