3ehörde für Umwelt, Klima, Energie und
Agrarwirtschaft (BUKEA) Hamburg, die
3Zundesanstalt für Gewässerkunde (BfG),
Jas Institut für Hygiene und Umwelt (HU)
Ädamburg, das Umweltbundesamt (UBA).
die Westfälische Wilhelms-Universität
Münster, Reedereien sowie Hersteller vor
Messtechnik und Scrubber-Technologien.
Runder Tisch Biofouling 2022
Biofouling —- der unerwünschte Bewuchs
von Unterwasserstrukturen durch Mikro-
arganismen, Pflanzen, Algen und Tiere —
‚st ein signifikanter Vektor zur Einschlep-
ung und Verbreitung nicht einheimischer
Arten. Dies kann zu einer Etablierung von
nvasiven Arten führen, die eine Gefahr für
die Umwelt, für wirtschaftliche und kultu-
‘elle Aktivitäten und die menschliche
aesundheit darstellen können. Darüber
1inaus erhöht es die Oberflächenrauheit
des Schiffrumpfes. Das erhöht den Rei-
9gungswiderstand, steigert den Treibstoff-
verbrauch und damit die gesamten Treib-
1ausgasemissionen.
Zur Adressierung des Umgangs mit
3iofouling veranstalten das BSH und der
Verband Deutscher Reeder (VDR) jähr-
‚Ich den Runden Tisch Biofouling. 2022
fand er zum vierten Mal statt. Etwa
30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus
Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und
Verbänden nahmen an der digitalen
Veranstaltung teil. Unter den Teilnehme-
innen und Teilnehmern besteht weitge-
1ende Einigkeit, dass weltweit einheit-
ıiche Regeln, Verantwortlichkeiten und
Aahmenbedingungen wünschenswert
sind, sofern die Schifffahrt sie umsetzen
<ann und entsprechende Angebote
flächendeckend verfügbar sind.
IMO Biofouling-Guidelines
ım Fokus des diesjährigen Runden
Tisches Biofouling 2022 standen die
MO-Biofouling Guidelines, die zurzeit
durch eine Korrespondenzgruppe über-
arbeitet werden. Die IMO Biofouling-Gui-
delines stellen praktische Empfehlungen
‘ür Maßnahmen bereit, die dazu beitragen
können, Risiken durch Biofouling zu mini-
mieren. Sie wenden sich an Schiffsbetrei-
ber, Reeder, Schiffsbauer, Werften, Klassi-
ikationsgesellschaften, Hersteller vor
Antifouling-Systemen, Zulieferer und
weitere interessierte Gruppen.
ım Juli 2011 verabschiedete der Aus-
schuss für den Schutz der Meeresumwelt
‘Marine Environment Protection Commit-
ee, MEPC) die Richtlinien. Eine von dem
MO Unterausschuss zur Verhütung und
3ekämpfung von Verschmutzung (Pollu-
ion Prevention and Response - PPR)
eingesetzte Korrespondenzgruppe über
arbeitet sie zurzeit. Ein erster Bericht
dieses Bewertungs- und Prüfungsprozes-
ses wurde bei der letzten Sitzung dieses
IMO-Unterausschusses (PPR 9) vorge-
stellt und verdeutlicht die Notwendigkeit
ainer weiteren Überarbeitung spezifischer
Aspekte der Richtlinien.
Die Entwicklung und offenen Fragestellun-
gen bei der Überarbeitung der Biofouling
Guidelines standen im Fokus des Runden
Tisches 2022. Weitere Vorträge unter
anderem zu „Aktuellen Neobiota Meldun
gen im Schiffsbewuchs“, einem „Update
aus nationalen und internationalen Gre-
mien und Projekten“, dem „Performance
Monitoring In der Praxis“ einer Reederei
sowie einer „Modernen Technik zur
Bewuchsprävention basierend auf Ultra-
schall“ rahmten die Veranstaltung und die
Diskussionen ein