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Full text: Exoten im Bewuchs \u2013 Bedeutung der Freizeitschifffahrt für die Verbreitung nicht-einheimischer Arten

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| Exoten im Bewuchs 
2 Hintergründe und zi2‘ 
> 
Im Gegensatz zur natürlichen Ausbreitung von 
Arten können Organismen auch durch menschli- 
ches Handeln in Gegenden eingebracht werden, 
die sie aus eigener Kraft nicht erreichen würden. 
Arten, die durch menschliche Aktivitäten ihre 
biogeographischen Grenzen überwunden und sich 
in neuen Ökosystemen erfolgreich etabliert haben, 
werden als nicht-einheimische oder gebietsfremde 
Arten (Neobiota) bezeichnet. Neobiota, die Prob- 
leme verursachen, zählen zu den sogenannten 
„Invasiven gebietsfremden Arten“. Aufgrund der 
globalisierungsbedingten Zunahme von Handels- 
strömen und des voranschreitenden Klimawandels 
wird zukünftig mit einer Zunahme der durch invasi- 
ven Arten verursachten Probleme gerechnet*!?$ 
Vektoren sowie Verkehrswege aufgrund ihrer Ver- 
bindungsfunktion eine entscheidende Rolle*>. 
Abbildung 2-1 | Vom Schiffsbohrwurm befallene Holzbalkenfrag- 
mente am Strand von Cuxhaven. Foto: Zabrocki / BSH 
Eines der bekanntesten Beispiele für eine invasive 
marine Art ist der Schiffsbohrwurm (Teredo na- 
valis). Diese invasive Muschel verursacht große 
Schäden an Holzkonstruktionen wie Holzschwimm- 
fendern oder Weichdalben von Hafenanlagen 
(Abbildung 2-1). Die Instandsetzung der betroffe- 
nen Bereiche und Schutzmaßnahmen, wie der 
Austausch von Holzstegen durch Stahlelemente, 
sind stets mit hohem finanziellen Aufwand verbun- 
den. 
Bei der Einschleppung und Ausbreitung invasiver 
gebietsfremder Arten spielen Verkehrsträger als 
Nicht-einheimische Arten können auf zwei verschie- 
denen Wegen mit Schiffen (exklusive Ladung) 
transportiert werden: 
e als Aufwuchsorganismen auf Schiffskörpern 
(Bewuchs) und 
e In dem aufgenommenen Ballastwasser. 
Das Ballastwasser und der Bewuchs wurden schor 
vor langer Zeit als bedeutende Vektoren für die 
Verbreitung nicht-einheimischer Arten erkannt®. 
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