Ergebnisse und Erkenntnisse 13
Yachthafen „Hamburger Yachthafen e.V,“
Wassertiefen
Steg/Tankstelle
Bewuchs (Biofouling
i]
3.0 Im]
Bewuchs eines häufig genutzten Bootes mit zwei-
wöchigen Aufenthalt auf der Ostsee. Der Bewuchs
war von Algen und Biofilm geprägt.
5.0 Im}
sin, In ue: ‚samten Sarson nicht genutztes,
Segelboot. Außenwand von Algen und Schwäm-
men bewachsen
basante
Unterseite
Abbildung 4-5 | Anbringungstiefe und Fotodokumentation der Bedeckung durch Organismen im Yachthafen „Hamburger Yacht-
hafen e.V“. Der Bewuchs auf Platten sowie Bootsunterseite im Vergleich.
4.2 Bewuchsdruck
Untergetauchte Flächen werden unterschiedlich
schnell von diversen aquatischen Organismen
besiedelt. Je schneller und dichter eine Besiedlung
erfolgt, desto höher ist der Bewuchsdruck der
jeweiligen Region.
In „Baltic Sea Resort“ wiesen alle Platten nach
20 Wochen einen sehr starken Bewuchs auf. Insbe-
sondere die Unterseiten waren zu 100 % bewach-
sen (Abbildung 4-3).
In der „ancora Marina“ beobachteten wir auf allen
Platten einen mäßigen Bewuchs auf der Oberseite
und einen etwas stärkeren Bewuchs auf den Unter-
seiten (Abbildung 4-4).
Im „Hamburger Yachthafen“ lagerte sich auf den
Oberseiten der Platten feines anorganisches und
organisches Material ab. Bewuchs wurde nur auf
den Unterseiten beobachtet. Eine Montage ging
verloren (Abbildung 4-5).
(a) Starke regionale Unterschiede lagen in allen
drei Yachthäfen vor.
4.3 Die Exoten im Bewuchs
’n den gesammelten Kratzproben wurden 152 Arten
nachgewiesen, davon waren 34 (22,4 %) nicht-
einheimisch oder sind eines unklaren Ursprungs
‘Tabelle 4.3 1). Eine vollständige Artenliste findet
sich Im Anhang 10.3. Das Artenreichtum im Brack-
wasser war mit 90 Arten höher als im Süßwasser mit
/1 Arten. Allerdings fiel der Neobiota — Anteil mit
21,1 % in der Ostsee kleiner aus, als im Süßwasser
mit 22,5 %.
(b) 22,4 % der bestimmten Arten waren Neo-
biota.