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Full text: Fusion of measured and synthetic sound speed profiles

Schild: Wo geht's lang im Dunkeln? 
2 Möglichkeiten zur Positionierung und Navigation 
unter Wasser 
Bei einem INS beobachtet eine Inertiale Messeinheit (engl.: inertial measure- 
ment unit, IMU), die optimal im Schwerpunkt eines AUVs eingebaut ist, die 
Beschleunigung und Winkelgeschwindigkeit in Richtung der drei Raumachsen. 
Die erfassten Messelemente werden dabei durch systematische Effekte nachtei- 
lig beeinflusst. Entscheidende Faktoren sind beispielsweise: Die Wirkung der 
Gravitation, Temperaturschwankungen oder Coriolisbeschleunigungen. Ein 
Großteil der systematischen Einflüsse kann durch eine geeignete Kalibrierung 
weitgehend bestimmt werden, so dass die resultierenden Messwerte durch ent- 
sprechende Korrekturen berichtigt werden können (Gelze 2015). 
Bei einer anschließenden Integration der korrigierten Messwerte ergeben sich 
die Translationen und Rotationen eines AUV in Bezug auf die drei Raumachsen. 
Diese werden daraufhin auf eine zuvor bekannte Position und Ausrichtung an- 
gebracht und so wird die aktuelle Position und Orientierung in einem globalen 
System bestimmt. 
Allerdings werden durch die ständige Integration der Messwerte auch Un- 
sicherheiten integriert und mit zunehmender Zeit pflanzen diese sich immer 
weiter fort, wodurch die ermittelte Position und Orientierung immer ungenauer 
werden. Dieser Effekt wird als Drift bezeichnet und sollte durch Unterstützung 
des INS durch weitere Methoden oder Sensoren reduziert werden. Dazu eignet 
sich beispielsweise ein Doppler-Geschwindigkeitsmesser (engl.: Doppler Veloci- 
ty Log, DVL) oder ein Drucksensor. Mit Hilfe eines DVL werden Geschwindig- 
keiten ermittelt (Snyder 2010) und mit einem Drucksensor lässt sich die Höhe 
ableiten. Bei Verwendung verschiedener Sensoren können die erfassten Daten 
mit Hilfe eines Kalman- Filters kombiniert werden. 
Ein weiterer Navigationsansatz für die Unterwasserortung ist der Einsatz von 
akustischen Unterwasserpositionierungssystemen. Diese Systeme verwenden 
Sensoren, die als aktive akustische Festpunkte verstanden werden können, und 
Sensoren, die am zu verortenden Fahrzeug angebracht sind. Der Abstand zwi- 
schen den akustischen Festpunkten wird in der Regel zur Definition des akus- 
tischen Ortungssystems verwendet. Auf diese Weise werden drei Haupttypen 
definiert: LBL (Long Baseline), SBL (Short Baseline) und USBL (Ultra Short 
Baseline). 
Beim LBL werden aktive Sensorelemente an bekannten Positionen auf dem 
Meeresboden in größerer Distanz platziert. Empfängt der Sensor des Fahrzeugs 
das Signal von einem akustischen Festpunkt, kann die Entfernung über die Si- 
gnallaufzeit berechnet werden. Werden Signale von mindestens drei verschie- 
denen akustischen Festpunkten gleichzeitig empfangen, lässt sich die relative 
Position des AUV zu den Festpunkten bestimmen. Abschließend wird durch die 
DVW-SCHRIFTENREIHE # Band 102/202 
S WMißner-Verla:
	        
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