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Full text: Fusion of measured and synthetic sound speed profiles

Mandlburger: Von nah und fern - Optische Methoden in der Bathymetrie 
bedient. In beiden Fällen ist die Distanz zwischen Sensor und Objekt gering und 
der Detaillierungsgrad bzw. die räumliche Auflösung sehr hoch, z. B. im mm-Be- 
reich. Man kann diese Art der Datenerfassung daher als Unterwasser-Nahbe- 
reichsphotogrammetrie bezeichnen. Dabei kommen sowohl rein bildbasierte 
Stereophotogrammetrie, Lichtschnittverfahren (Triangulation durch struktu- 
riertes Laserlicht und Kamerabild) und LiDAR (Impulslaufzeitverfahren) zur 
Anwendung. Neben der Erfassung und Überwachung von Anlagen im offshore 
Bereich (Chemisky et al. 2021) kommt Unterwasservermessung u.a. auch zur 
3D-Erfassung von Korallenriffen (Rossi et al. 2020) und Schiffswracks (Noceri- 
no und Menna 2020) zum Einsatz. 
3.2 UAV-Bathymetrie 
Durch die fortschreitende Miniaturisierung von Sensoren und Plattformen ge- 
winnt die luftgestützte Erfassung von Unterwassertopographie von UAV-Platt- 
formen (Drohnen) aus zunehmend an Bedeutung. Waren es zunächst Kompakt- 
kameras, die als Grundlage für Mehrmedienphotogrammetrie herangezogen 
wurden (Agrafiotis et al. 2019a), so sind heute auch kompakte topo-bathyme- 
trische Laserscanner mit einem Gewicht von 2 bis 12 kg verfügbar, die auf leis- 
tungsfähigen UAV-Plattformen integriert werden können (Mandlburger 2020). 
Während die maximale Eindringtiefe bei Mehrmedienphotogrammetrie und 
spektraler Tiefenbestimmung inhärent mit der einfachen Secchi-Tiefe begrenzt 
ist, ermöglichen moderne UAV-LiDAR Sensoren die Erfassung der zwei- bis 
dreifachen Secchi- Tiefe. UAV-basierte Bathymetrie ist immer dann vorteilhaft 
einsetzbar, wenn das Erfassungsgebiet von überschaubarer Größe ist und ge- 
wundene, lineare Verläufe zu erfassen sind, wie dies z.B. bei (alpinen) Flüssen 
der Fall ist. Die relativ hohe räumliche Auflösung (dm-Bereich) erlaubt auch 
die Erfassung von Kleinstrukturen wie Unterwasservegetation, archäologischen 
Features, Unterwasserrohrleitungen, etc. 
3.3 Airborne Bathymetrie 
Die klassische Anwendung von optischer Bathymetrie ist vom bemannten Flug- 
zeug aus. Die Anfänge reichen dabei bis in die Mitte des vorigen Jahrhunderts 
zurück. Dabei kommen alle in Abschnitt 2 besprochenen Erfassungsmethoden 
(Mehrmedienphotogrammetrie, spektrale Tiefenbestimmung, Laserbathyme- 
trie) zum Einsatz. Im Bereich Airborne Laserbathymetrie unterscheidet man 
Sensoren, die auf Maximierung der Eindringtiefe optimiert sind und moderate 
räumliche Auflösung (2 bis 5 m) und Tiefengenauigkeit (diverse IHO-Standards, 
DVW-SCHRIFTENREIHE 
as Band 102/202, 
39 Wißner-Verla:
	        
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