Bethke et al.: Ocean Technology Campus Rostock ...
Plattform werden Umweltparame-
ter wie Strömung, Salzgehalt, Tem-
peratur und Seegang sowie meteo-
rologische Daten erfasst (Abb. 2).
Die Infrastruktur wird durch einen
eigenen RTK-Korrekturdatensen-
der ergänzt. Alle Daten werden
in Echtzeit übertragen und sollen
künftigen Nutzern zur Verfügung
stehen, um autonome Unterwasser-
systeme, Methoden zur Detektion,
Klassifikation und Räumung von
Munitionsaltlasten, Kabel- und
Pipeline Monitoring- und Track-
ingsysteme bis hin zu möglichst
umweltverträglichen UW-Bergbau-
systemen zu entwickeln. Bei allen
Vorhaben stehen Nachhaltigkeit
und Umweltverträglichkeit sowie
die Konformität mit behördlichen
Auflagen und Prozessen im Mittel-
punkt. So wurde z.B. ein System zur digitalen Kennzeichnung von Seegebieten
in Kooperation mit dem WSAOstsee installiert, welches zukünftig genutzt wer-
den kann, um Seegebiete dynamisch unterschiedlichen Nutzergruppen vorzu-
halten. Diese Zusammenarbeit soll weiter ausgebaut werden, um künftig auch
autonome Über- und Unterwasserfahrzeuge in diesem Seegebiet betreiben zu
können. Die hierfür notwendigen Vorarbeiten zur exakten Positionsbestim-
mung und Kennzeichnung ohne direkte Kommunikation mit dem Fahrzeug
wurden bereits begonnen.
2 Forschungsgruppe Smart Ocean Technologies (SOT)
Die im Februar 2020 unter der Beteiligung von vier Fraunhofer Instituten am
Standort Rostock gebildete interdisziplinäre Forschungsgruppe Smart Ocean
Technologies (SOT) leistet durch die anwendungsorientierte Forschung, Ent-
wicklung und Erprobung im Bereich der Unterwasser-Technologien einen
eigenständigen Beitrag zum Schutz und zur nachhaltigen wirtschaftlichen Nut-
zung der Ozeane. Der thematische Fokus liegt dabei auf smarter Sensorik und
Aktorik, neuen Materialien, und der Verknüpfung dieser Methoden mit moder-
ner Datenhaltung und -analytik, etwa mit Machine Learning.
U Wilstier-Velıa
3and 102/207) a
DVW-SCHRIFTENREIHF
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