Hake et al.: Automatische Schadenserkennung an Wasserbauwerken ...
Tachymeter
Kamera
7
Soll-Trajektorie
s
/ Reflektor / Unterwasseı
GPS Scanner
UÜberwasser
Scanner
Ist-Trajektorie
Hesse et al. 2019
Abb. 1: 3D-Aufnahme einer Hafenanlage über und unter Wasser
turanalysen genutzt, um die Lebensdauer und den Lebenszyklus des Bauwerks
zu beurteilen. Durch diese Vorgehensweise werden die Stillstandszeiten der Ha-
fenanlagen und kostenintensive Instandhaltungsmaßnahmen deutlich reduziert.
Nur so können Schäden zuverlässig erfasst und darauf aufbauend eine fun-
dierte Bewertung des aktuellen Bauwerkszustandes vorgenommen werden. Für
die Erfassung von Bauwerksgeometrie und -zustand werden nicht nur exakte,
sondern auch hochauflösende 3D-Daten für die Unter- und Überwasserteile des
Bauwerks benötigt.
In unserem System werden für diese Erfassungsaufgabe drei verschiedene Sen-
sortypen zu einem kinematischen Multi-Sensor-System (k-MSS) zusammenge-
führt: Ein hochauflösendes hydroakustisches Unterwasser-Mehrstrahl-Echolot,
ein Überwasser-Profil-Laserscanner und fünf Kameras. Zur Positionierung wird
neben der aus verschiedenen Anwendungen bekannten IMU-GNSS'-Methode
eine hybride Referenzierung mit automatisch nachgeführten Totalstationen ver-
wendet (Abb. 1). Obwohl die einzelnen Sensoren rasterförmig aufnehmen, ist
die resultierende Punktwolke aufgrund der Bewegungen der Trägerplattform
nicht rasterförmig.
1.2 Schadenserkennung mittels Anomalien-Detektion
Die Erkennung von nicht-normalen Instanzen innerhalb von Datensätzen wird
oft als Anomalien-Detektion bezeichnet. Erstmals von Grubbs (1969) für die
1 Inertiale Messeinheit (IMU) — Globales Navigationssatellitensystem(GNSS)
DVW-SCHRIFTENREIHE # Band 102/202 7
9 Nikner-Verla