Mader et al.: Laserbathymetrie in küstennahen Bereichen der Nordsee ...
können die Gewässerbodenechos in den gemessenen FWFs detektiert und die
Gewässerbodenpunkte bestimmt werden.
Der nicht-lineare Ansatz unter Anwendung eines Suchkorridors auf die ein-
zelnen gemessenen FWFs zur Stützung der Detektion und Extraktion der Ge-
wässerbodenpunkte ist insofern vorteilhaft, da zum einem Verschmierungs-
effekte durch das FWF-Stacking vermieden werden und der Gewässerboden
durch eine größere Anzahl an 3D-Punkte repräsentiert wird.
3 Ergebnisse
Für die Untersuchung des Potenzials der FWF-Stacking-Methoden stehen ALB-
Daten eines ungefähr 10 km* großen Gebietes zwischen den Nordseeinseln Sylt
und Amrum zur Verfügung. Für diesen Beitrag wurde ein Teilgebiet mit beiden
FWF-Stacking-Methoden prozessiert. Die folgende Auswertung konzentriert
sich auf ein ca. 300 m x 100 m großen Abschnitt des prozessierten Gebietes, in
welchen sowohl die Grenzen bzgl. der auswertbaren Eindringtiefe der Standard-
auswertemethode als auch beider FWF-Stacking-Methoden erreicht wurden.
Anhand dieses Untersuchungsgebietes soll das Potenzial der FWF-Stacking-Me-
thoden gezeigt werden. Zuerst erfolgt eine visuelle Darstellung der Ergebnisse,
welche anschließend mit quantitativen Werten gestützt wird.
In Abb. 7a und 7b sind die Punktwolken der FWF-Standardprozessierung
(Prozessierung erfolgte durch den Befliegungsdienstleister) und der zeitgleich
zur Befliegung stattgefundenen Vertikalecholotmessung zu sehen. Die Punkt-
wolken sind bzgl. der Gewässertiefe farbkodiert dargestellt. Die angegebenen
Gewässertiefe [m”
DE4*
D.C
Gewässertiefe [ml
0.67
AG!
2.4
{a}
0m
} 7
3 1ı
(b)
100m
„79
< 3.10
Abb. 7: Ergebnisse der (a) ALB-Standardprozessierung und (b) Vertikalecholotmessung.
Beide Punktwolken sind bzgl. ihrer Gewässertiefe farbkodiert dargestellt mit Bezug auf
die Höhe der Wasseroberfläche zum Befliegungszeitpunkt.
U Wilsner-Vella
3and 102/207) a
DVW-SCHRIFTENREIHE
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