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Full text: Fusion of measured and synthetic sound speed profiles

Dufek et al.: Trockenschwimmer oder Eintaucher ... 
lassen sich in die andere übertragen und durch Kombination ein Mehrgewinn 
erzielen. Diese enge Verknüpfung wird auch in den nachfolgenden Beiträgen in 
diesem Band deutlich und soll im Folgenden durch Beispiele für Anwendungen 
klassischer Aufgaben der Geodäsie in der Hydrographie dargestellt werden. 
2.1 Positionsbestimmung 
Unter Navigation versteht man frei übersetzt nach dem Oxford Dictionary 
„Methoden zur Bestimmung oder Planung der Position und Kurses eines Schif- 
fes oder Flugzeit durch Geometrie, Astronomie, Funksignale, etc.“ Vernach- 
lässigt man den Aspekt der Planung an dieser Stelle, so handelt es sich bei der 
Navigation um die Positionsbestimmung eines sich bewegenden Objektes in 
Echtzeit und am/auf dem Objekt selber (Groves 2013). Der Begriff Navigation 
leitet sich von dem lateinischen Wort für Schifffahrt (navigatio) ab und hat somit 
seinen Ursprung in der Seefahrt und damit eine enge Verknüpfung zur Hydro- 
graphie. In der Seefahrt wurden bei größerer Entfernung zum Land klassischer 
Weise Methoden der Astronavigation oder Instrumente wie Kompasse einge- 
setzt. Üblicherweise werden heute integrierte Lösungen basierend auf GNSS 
(Global Navigation Satellite System), INS (Inertiales Navigationssystem), oder 
Unterwasserpositionierungsmethoden (basierend auch auf Grundlagen der Tri- 
lateration und Triangulation) verwendet. In Ufernähe können auch Richtungs- 
und Streckenmessungen zum Land eingesetzt werden. Dies erfolgt in der Schiff- 
fahrt seit jeher zum Beispiel durch Peilungen zu Landmarken mit bekannten 
Koordinaten durch optische Methoden oder mit Hilfe von Funk oder Radar. Das 
Prinzip lässt sich auch umkehren und es lassen sich auch klassische trockene 
Methoden der Landvermessung wie Totalstation vom Ufer aus verwenden. Vor 
allen in Bereichen ohne GNSS Empfang, insbesondere an Binnengewässern, re- 
präsentiert diese Methode eine wichtige Möglichkeit der Positionsbestimmung. 
2.2 Formbestimmung 
Die Formbestimmung in verschiedensten Maßstäben ist eine klassische Aufgabe 
der Geodäsie. Dies beginnt bei der Erfassung der Erdform, die hauptsächlich 
für die Bestimmung und Realisierung eines globalen Koordinaten-Referenzsys- 
tems und für die Definition von Höhen herangezogen wird. Dies beinhaltet zum 
einen die Bestimmung der Erdform (Geoid) als solches, als auch die von Hilfs- 
körpern (Ellipsoid) sowie die Datumsfestlegung. Als Grundlage hierfür werden 
Satellitenbeobachtungen verwendet, die die Erdoberfläche erfassen. Darüber 
hinaus lässt sich durch Satellitenaltimetrie die Höhe der Meeresoberfläche und 
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