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Full text: Stoffliche Emissionen aus Offshore-Windenergieanlagen

Indium, Gallium, Blei und Cadmium. Die 
Elemente Indium und Gallium können 
dabei als Tracer für Opferanoden ver 
wendet werden, da sie natürlicherweise 
kaum im Meer vorkommen und bisher 
keine weiteren Quellen auf offener See 
bekannt sind. 
Insgesamt wurden vier Schiffskampag- 
nen im Bereich von Offshore-Windparks 
in der Ausschließlichen Wirtschaftszone 
der Deutschen Bucht durchgeführt. Die 
gewonnenen Daten zeigen, dass sich 
die Konzentrationen der ausgewählten 
Elemente sowohl im Wasser als auch im 
Sediment im Rahmen der für das Unter- 
suchungsgebiet bekannten Variabilität 
bewegen. Bei bestimmten Wetterlagen 
konnten jedoch lokale Konzentrations- 
erhöhungen für die Elemente Indium, 
Gallium, Zink und Aluminium im Wasser 
beobachtet werden. Lokale Konzentra- 
tionserhöhungen waren auch im Sedi 
ment insbesondere für Blei erkennbar. 
ZUSAMMENFASSUNG 
Im Rahmen des Projektes „Stoffliche 
Emissionen aus Offshore-Windenergie- 
anlagen“ (OffChEm) wurden Methoden 
entwickelt, um mögliche stoffliche 
Emissionen aus dem Korrosionsschutz 
von Windenergieanlagen zu erfassen. 
So konnte erstmals ein umfangreicher 
Datensatz zur derzeitigen Belastungs- 
situation in der Nordsee erstellt werden. 
Hereon (ehemals Helmholtz-Zentrum 
Geesthacht) durchgeführt. 
Mit Hilfe der entwickelten Methoden 
Können Spurenmetalle im Meerwasser 
und im Sediment quantifiziert werden. In 
Laborstudien wurden die Bestandteile 
von galvanischen Anoden, sogenannten 
Opferanoden, analysiert, die häufig als 
Korrosionsschutz bei Offshore-Wind- 
anergieanlagen verwendet werden. Die 
folgenden Elemente wurden für die 
nähere Untersuchung im Rahmen von 
Feldstudien identifiziert: Aluminium, Zink, 
Die Forschungsarbeiten wurden von 
2017 bis 2021 in Kooperation mit dem 
Bundesamt für Seeschifffahrt und 
Hydrographie vom Helmholtz-Zentrum 
Basierend auf diesen Daten und den 
vorherrschenden Verdünnungs- und 
Verteilungsprozessen, sind derzeit noch 
keine unmittelbaren Auswirkungen durch 
den Einsatz von Opferanoden erkenn- 
bar. Durch den Ausbau der Offshore: 
Windenergie werden allerdings auch die 
stofflichen Emissionen aus dem Korrosi- 
onsschutz weiter zunehmen. Daher un- 
terstützt das Bundesamt für Seeschiff- 
fahrt und Hydrographie die Entwicklung 
und Nutzung möglichst umweltscho- 
nender Verfahren. In zukünftigen Ver- 
fahren sollen nach Möglichkeit Fremd- 
stromsysteme eingesetzt werden, da 
diese nur mit sehr geringen stofflichen 
Emissionen in die Meeresumwelt ver- 
bunden sind.
	        
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