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VII. BIBLIOTHEK, ARCHIV, LOCHKARTENSTELLE
1. Allgemeines
In der Unterbringung der einzelnen Referate und Sachgebiete trat im
Laufe des letzten Jahres keine wesentliche Änderung ein.
2. Bibliothek, Deutsche Hydrographische Zeitschrift und
Unveröffentlichte Wissenschaftliche Arbeiten
a) Bibliothek
Die Bibliotheksräume befinden sich nach wie vor am Builenhuser Damm
in Rothenburgsort, von den Hauptdienststellen der beiden beteiligten In
stitute, des Deutschen Hydrographischen Instituts und des Meteorologischen
Amtes für Nordwestdeutschland, rund 3 A Stunden Straßen- und Hochbahn
fahrt entfernt. Die von den Institutsangehörigen entliehenen Bücher werden
durch den einmal täglich verkehrenden Amtsboten befördert. Leihwünsche
werden, soweit der Bote nicht überlastet ist, von einem zum anderen Tage
ausgeführt. — Beiläufig ergab eine Aufstellung an einem Stichtage, daß an
nähernd 1800 Bände (3 bis 3,5°/o des Bestandes) ausgeliehen waren; diese
auf den ersten Blick vielleicht überraschend niedrige Zahl dürfte annähernd
dem auch bei öffentlichen wissenschaftlichen Bibliotheken üblichen Hundert
satz entsprechen.
Die im Laufe des Jahres beschafften Metallregale (532 laufende Meter)
wurden u. a. zur Neuaufstellung der mit clen Behelfsregalen zusammen
gebrochenen recht umfangreichen Lagerbestände an Seewartenveröffent
lichungen verwendet.*) An der Aufstellung der wichtigsten Abteilungen
der Bibliothek in behelfsmäßigen Holzregalen und Transportkisten wurde
nichts geändert, um im Hinblick auf die nunmehr in absehbarer Zeit zu er
wartende endgültige sachgemäße Unterbringung (vgl. S. 6-7) unnötige Arbeit
zu vermeiden. Auch die abschließende Feststellung der Kriegs- und Um
zugsverluste wurde auf die Zeit nach der endgültigen Aufstellung ver
schoben, allerdings wurde die Feinordnung nach Möglichkeit weiter ge
fördert.
Der Zugang an Büchern, die durch die beiden beteiligten Institute be
schafft wurden, beläuft sich auf insgesamt 1206 Nummern. Der Haupt
anteil geht durch Tausch ein. Die Neuerwerbungen werden von Zeit zu
Zeit durch Zugangslisten bekanntgegeben; die neuen Zeitschriftenhefte
werden alsbald nach Eingang eine Woche im Zeitschriftenzimmer aus
gelegt.
Die Hauptarbeitskraft muß auf die im Schriftenaustausch eingehenden
Neuerwerbungen gerichtet bleiben (deren Zahl drückt sich beiläufig nicht
in der oben angegebenen Zahl der endgültig in das Magazin eingestellten
Anschaffungen aus, da viele Neueingänge aus Schriftenreihen zunächst noch
ungebunden bleiben). Es wurde auch damit fortgefahren, Kriegslüdcen aus
den Lagerbeständen der beiden Institute und im Tausch zu ergänzen. Den
Mengen neu eingehenden Materials gegenüber ist leider die Aufschließung
der Bestände durch den Schlagwortkatalog weiterhin im Rückstand.
Mit den Bibliotheken am Ort besteht enge Zusammenarbeit, wenn auch
unsere Bibliothek als Präsenzbibliothek nicht dem allgemeinen Tausch
verkehr der öffentlichen Bibliotheken untereinander angeschlossen ist. So
führt z. B. die Staats- und Universitätsbibliothek in ihrem Zentralkatalog
*) Von den 63 Bänden der Schriftenreihe „Aus dem Archiv der Deutschen Seewarte (seit 1937: . . . und des
Marineobservatoriums)“ wurde in der Druckerei des D.H.I. ein Inhaltsverzeichnis (Liste der Abhandlungen und alpha»
betische Verfasserliste) gedruckt.