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4. Die 1° bis 2° C. zu niedrige
mittlere Monatstemperatur im Binnen-
ljande westlich vom 107. Meridian,
dagegen der Wärmeüberschufs um
i Grad in dem Gebiete zwischen dem
82. und 90. Meridian, In den mitt-
leren atlantischen Staaten sowie im
Missiesippi-Thal war die Temperatur
normal. Die Schwankungen der Tem-
peratur betrugen 19° bis 22° C. in
dem Gebiete westlich vom Felsen-
yebirge, 22° bis 28° in den östlich
hiervon gelegenen Distrikten. Die
Abweichungen des Monatsmittels von
der Normalen betrugen im Durchschnitt
für die einzelnen Distrikte:
1. New-England . . . + 0,5°C.
2. Mittl. atlant. Staaten . normal
r, Südl. „4 07
Florida . 0.0.0.0 (©
Oestliche Golfstaaten . -
Westliche » .
Rio Grande-Thal . .
Ohio-Thal u. Tennessee
Region d, unteren Seen
„ oberen -
Minnesota, . . . . x
Oberes Mississippi-Thal normal
Missouri-Thal . . . + 03
Stat. im Felsengebirge + 0,2
Südl. Plateaudistrikt . — 1,4
Nördlicher % —- 2,4
Südliche ‚und mittlere
Pacifische Küste . . — 1,4
18. Nördl. Pacif. Küste . + 1,9
5. Die zu geringen Regenmengen
auf dem Gebiete östlich vom 100.
Meridian, insbesondere in Tennessee
and im Ohio-Thal. Die zu grofse
Regenmenge in dem oberen Mississippi-
Thal, in den südatlantischen Staaten,
in der oberen Seeregion und an der
aördlichen Pacifischen Küste,
Die grofse Häufigkeit der Hagel-
fälle, welche theilweise von Ver-
wüstungen begleitet waren.
4. Die wiederholt, insbesondere
am 19, und 20., auftretende ungewöhn-
liche Hitze: in ganz Deutschland —
Stationen von über 500m Seehöhe
ausgenommen — lagen die höchsten
Maximal-Temperaturen über 30° C.;
vielfach erreichten sie 36°. Am 20.
hatten Hannover, Berlin, Breslau,
Kaiserslautern und Karlsruhe schon
um 8 Uhr Morgens 27° C., Leipzig
sogar 28° (10° über normal). Ebenso
ungewöhnlich war die Abkühlung,
welche bald darauf eintrat und 7 bis
3 Tage später, am 27. und 28., ihr
Ende erreichte. An diesen Tagen sank
Nachts die Temperatur vielfach bis
nahe zum Gefrierpunkt, stellenweise
(z. B. am Südfuße des Harzes) sogar
darunter. Die Abweichungen der
Mitteltemperatur von der Normalen
betrugen im Durchschnitt für die
einzelnen Distrikte:
1. Nord- | a. östliches . normal
deutsches { b. mittleres + 0,6°C
Tiefland | c. westliches - 1,4
2. Mittel- ( a. östliches 7
doxisches b. mittleres .
Hügelland | c, westliches. -
„3 { a. Bayern . .
e Süd- | p Württemberg -
eutsch- Bad W
land c. Baden. . . >
d. linksrhein.Geb.—— )
4. Dänemark .. . . . — 0,9
5. Niederlande . . . . + 1,8
a. nördl. . —
6. Oesterreich] b. mittlL. . —
c. südl, . —
. + 2,5
5. Die in Norddeutschland durch-
schnittlich zu geringe, nur etwa 81 %
der Normalen erreichende Regenmenge
bei normalem Regenfall im südlichen
Deutschland. Ungewöhnlich grofse
Tagesmengen des Niederschlages
waren im Allgemeinen nicht sehr
häufig, am 26. indessen wurden zu
Münster 1./W. 43, zu Hamburg 79 mm
Regen. gemessen.
Der Gewitter-Reichthum des Mo-
nats, — längere Zeitabschnitte ohne
Gewitter kamen nicht vor. Am gröfsten
war die Gewitterhäufigkeit am 6., 16.,
19., 20. und am 30. Juli.