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Full text: Klimaänderungen und Klimafolgebetrachtungen für das Bundesverkehrssystem im Küstenbereich

68 Schlussbericht des SP-108 Fokusgebiete Küsten, BMVI-Expertennetzwerk (2016–2019) 5.4.3.3 EXTREMENESS Das Projekt EXTREMENESS (z. B. Weisse et al. in Vorbereitung) befasste sich mit der Identifikation und der Analyse extremer Sturmflutereignisse, die zum einen sehr unwahrscheinlich aber trotzdem noch physi- kalisch plausibel und möglich sind. Ein wesentlicher Schwerpunkt dabei war die transdisziplinäre Herange- hensweise, bei der herausgearbeitet wurde, was aus Sicht der regionalen Akteure ein Extremereignis aus- macht. Darüber hinaus wurden potentielle Auswirkungen und Möglichkeiten im Umgang mit solchen Ext- remereignissen untersucht. Abbildung 5-36 zeigt für jedes der vier Arbeitspaket die wesentlichen durchzuführenden Aufgaben, sowie deren Hauptergebnisse. Zusätzlich sind die Rollen der einzelnen Projektpartner und des Kooperationsfo- rums verdeutlicht: Abbildung 5-36: Darstellung der vier Arbeitspakete (WP, rot umrandet) des EXTREMENESS Projekts mit wesentlichen Aufgaben (mittige blaue und grüne Boxen) und den jeweiligen durchführenden Projektpart- nern (Quelle: https://www.hzg.de/ms/extremeness/063864/index.php.de). Die vom DWD analysierten meteorologischen Datensätze umfassen zusammen mehr als 12.000 Jahre. Un- tersucht wurden Reanalysen wie COSMO-REA6 (Bollmeyer et al. 2015), NOAA-20CR (Compo et al. 2011), ERA-40 (Uppala et al. 2005), ERA-Interim (Dee et al. 2011), ERA515 , COSMO_CLM/NCEP (Hollweg et al. 2008, Rockel et al. 2008) und NCEP/SN_REMO (Feser et al. 2001, Kalnay et al. 1996) sowie Daten aus dem Projekt OptempS-MohoWif (Brecht und Frank 2014). Des Weiteren wurde ein Ensemble von 24 Klimamodellläufen ausgewertet. Dazu gehören die globalen Klimamodelle ECHAM5 (Röckner et al. 2003), ECHAM6 (Stevens et al. 2013), HadGEM2 (Collins et al. 2011), GFDL (Anderson et al. 2004) und EC- Earth (Hazeleger et al. 2010) unter der Anname des Klimaschutz-, moderaten und Weiter-wie-bisher-Szenarios bis zum Ende des 21. Jahrhunderts. Weitere Informationen zu den Datensätzen befinden sich in der Tabelle 9-3. Aus den aus den Hindcasts und Klimaprojektionen extrahierten Sturmtiden für Borkum wurden die folgen- den drei extremsten Fälle für die weiteren Analysen in Absprache mit den Projektpartnern und basierend auf den Ergebnissen des 1. Workshops mit dem Kooperationsforum (Schaper et al. submitted) ausgewählt. Dabei handelt es sich laut (Rudolph et al. submitted) um: ? die Sturmflut mit dem absolut höchsten Wasserstand (Hohe Flut, HF) ? die Sturmflutserie (SFS) mit der größten Anzahl von Sturmfluten innerhalb einer Woche ? die Sturmflut mit der längsten Dauer von Wasserständen über dem mittleren Tidehochwasser MThw (Lange Flut, LF). Dieses Ereignis stellt gleichzeitig das erste Ereignis der Sturmflutserie (SFS) dar und wird als Teil dieser Serie behandelt. Die Hohe Flut (Abbildung 5-37) mit einem maximalen Wasserstand von Normalhöhennull (NHN) +4,73 m wurde in einer der Klimaprojektionen basierend auf dem Emissionsszenario B1 (Februar 2030) gefunden. 15 https://cds.climate.copernicus.eu/cdsapp#!/home
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