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Full text: Klimaänderungen und Klimafolgebetrachtungen für das Bundesverkehrssystem im Küstenbereich

5. Ergebnisse 37 Tabelle 5-2: Zusammenstellung neuerer Studien zum projizierten globalen Meeresspiegelanstieg, die teil- weise nicht nur den Median (50 %), sondern auch die Bandbreite des wahrscheinlichen (17-83 %) beziehungsweise sehr wahrscheinlichen Bereichs (5-95 %) angeben. Die angegebenen Studien sind im Anhang in der Literaturliste zu finden. Die jeweiligen RCP-Szenarien sind farblich markiert. Szenario Studie Min 5 % 17 % 50 % 83 % 95 % Max RCP2.6 IPCC (2013)a) 0,26 0,40 0,55 RCP2.6 IPCC (2013) 0,28 0,44 0,61 RCP2.6 IPCC (2019) 0,29 0,43 0,59 RCP4.5 IPCC (2013) a) 0,32 0,47 0,63 RCP4.5 Carson et al. (2016)c) 0,54 RCP4.5 IPCC (2019) 0,39 0,55 0,72 RCP6.0 IPCC (2013) a) 0,34 0,48 0,64 RCP8.5 IPCC (2013) a) 0,45 0,63 0,82 RCP8.5 IPCC (2013) 0,52 0,73 0,98 RCP8.5 Kopp et al. (2014) 0,52 0,62 0,79 1,00 1,21 RCP8.5 Horton et al. (2014) 0,50 0,70 1,20 1,50 RCP8.5 Carson et al. (2016)c) 0,71 RCP8.5 Grinsted et al. (2015) 0,45 0,58 0,80 1,20 1,83 RCP8.5 Le Bars et al. (2017) 0,96 1,21 1,46 b) 1,84 2,21 b) 2,47 2,73 RCP8.5 Le Bars et al. (2017) 0,71 1,04 1,36 b) 1,84 2,32 b) 2,65 2,98 RCP8.5 IPCC (2019) 0,61 0,84 1,10 Kombination Johansson et al. (2014) 0,26 0,41 0,72 1,18 1,55 Projizierter globaler Anstieg des Meeresspiegels [in m] bis 2100 (von 2000) a) SLR nicht für 2000–2100, sondern für 20-Jahresperiode von 1981–2000 bis 2081–2100 berechnet b) abgeschätzt aus Verteilung c) SLR nicht für 2000–21000, sondern für 1986–2005 bis 2081–2100 berechnet 5.2.1.2 Szenarien für den regionalen Meeresspiegelanstieg in der Nordsee Der regionale Meeresspiegelanstieg in der Nordsee folgt grundsätzlich dem globalen SLR, kann sich aber von diesem aufgrund einiger Einflussfaktoren unterscheiden. Die Wichtigsten dieser Faktoren, die regional bedeutsam werden können, sind im Folgenden kurz aufgelistet. ? Der Gravitationseffekt der arktischen und antarktischen Eismassen zieht die Wassermassen in sei- nem Nahfeld (Größenordnung 1.000 km) an. Bei einem Abschmelzen dieser Eismassen verringert sich die Eigengravitation im Nahfeld und führt zu einem Sinken des Meeresspiegels, während weiter entfernt von diesen Eismassen der Meeresspiegel überproportional steigt. Dieser Gravitationseffekt wird in Tamisiea et al. (2010) näher beschrieben. Die Nordsee befindet sich im Nahfeld des grön- ländischen Eisschildes und im Fernfeld des antarktischen Eises und würde dementsprechend auf unterschiedliche Abschmelzraten dieser beiden Eisschilde auch unterschiedlich reagieren. ? Regionale vertikale Landbewegungen führen für einen Großteil der Nordsee zu einem stärkeren Meeresspiegelanstieg, siehe Kapitel 4.2. ? Auch eine veränderte Strömungsdynamik wie auch regionale Änderungen der Frischwasserflüsse und Temperaturen beeinflussen den regionalen Meeresspiegel. Innerhalb des Expertennetzwerks wurden ausgehend von den globalen Projektionen des SLR (Tabelle 5-2) in Absprache mit der BAW für deren Sensitivitätsstudien für die Nordsee folgende Anstiegsraten für den SLR bis 2100 (ausgehend vom Jahr 2000) ausgewählt: ? basierend auf dem moderaten Szenario 50 cm SLR ? basierend auf dem Weiter-wie-bisher-Szenario 80 cm SLR ? basierend auf Grinsted et al. (2015) als high-end-Szenario 174 cm SLR Die Sensitivitätsstudien der BAW haben zum Ziel, den Einfluss eines veränderten Meeresspiegels auf die Topographie und Meeresströmungen im Wattenmeer genauer zu analysieren und werden im Kapitel 5.3
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